Was ist BAföG?

Studentin freut sich über ihre BAföG Förderung durch meinBafög

Was ist BAföG?

Lesezeit: 8 minuten

BAföG (oder auch BerufsAusbildungsförderungsGesetz) ist eine finanzielle Unterstützung für Studenten und Schüler. Doch was ist BAföG genau und was hat es damit genau auf sich? Wir von meinBafög geben Dir die Erklärung, was BAföG ist und wie Ihr es beantragt.

 

Was ist BAföG?

BAföG ist ursprünglich eine Förderung, um Studenten und Schüler mit wenig finanzieller Rückendeckung durch ihr Elternhaus das Studieren zu ermöglichen. Mittlerweile bekommt fast jeder vierte Student BAföG – und das ist unserer Meinung nach auch gut so! Seit August 2016 sind die BAföG-Höchstsätze gestiegen, genauso wie die Freibeträge. In der Politik gibt es viele Diskussionen darüber, dass die BAföG Höchstsätze aufgrund der gestiegenen Mieten noch mehr steigen sollten.

 

Warum sollte ich BAföG beantragen?

Vorweg: 6 von 10 Studenten, die KEIN BAföG beantragt haben, wären gefördert worden. Ärgerlich, oder? Du solltest also auf jeden Fall den Antrag stellen und es probieren!Zinsloses Darlehen vom Staat, BAföG Antrag leicht gemacht

Wir erklären Dir jetzt, welche Vorteile Dir das BAföG bietet:

 

1. Du bekommst die Hälfte vom Staat geschenkt

BAföG besteht aus zwei Teilen. Eine Hälfte erhältst Du als zinsloses Darlehen, die andere Hälfte bekommst Du tatsächlich vom Staat geschenkt. Beim Schüler-BAföG bekommst Du (je nach Schulart) sogar den kompletten Betrag geschenkt, da ist das BAföG ein Vollzuschuss! Sicher Dir also Dein Geschenk von Vater Staat.

 

2. Dein Darlehen kann höchstens 10.000€ betragen, und Du hast 5 Jahre Zeit, es zurückzuzahlen

Egal, wie viel Darlehen Du im Laufe der Zeit anhäufst, dieses kann nie größer als 10.000€ werden. Du wirst also nie mehr als 10.000€ zurückzahlen müssen. Wenn Du im Bachelor und anschließenden Master gefördert wirst, bezieht sich diese Summe sogar auf die gesamte Förderung! Hast Du einen hohen BAföG-Satz wird Dir somit sogar mehr als die Hälfte Deines Darlehens geschenkt!

Die Rückzahlungsforderung kommt dabei erst 5 Jahre später auf Dich zu. Meistens stehst Du dann schon im Berufsleben und die Raten von um die 105€ sind leicht zu tilgen. Sollte es aber jobmäßig nicht so gut durchlaufen und Du verdienst nicht mehr als 1.145€, bekommst Du eine Stundung.

Es läuft richtig gut bei Dir? Dann kannst Du auch den gesamten Betrag auf einmal zurückzahlen. Der Staat schenkt Dir dann sogar noch mehr als nur die Hälfte dazu!

Mehr Infos findest Du in unserem Artikel über die BAföG Rückzahlung! 

 

3. BAföG ist ein zinsloses Darlehen

Das Darlehen vom Staat ist zinsfrei – Du hast also im Vergleich zu anderen Studienkrediten den Vorteil, dass Du nur das Darlehen tilgen musst und keine zusätzlichen Kosten durch Zinsen entstehen.

 

4. Weniger Nebenjob, mehr Zeit fürs Studium

Das BAföG wird wahrscheinlich nicht reichen, um Deine kompletten Lebenshaltungskosten zu decken. Allerdings kannst Du durchschnittlich 450€ pro Monat zusätzlich verdienen, ohne dass dies Auswirkungen auf Deinen BAföG-Satz hat. Ein Minijob oder Nebenjob ist somit ohne Probleme möglich.

Somit hast Du (hoffentlich) mehr Zeit zum Studieren!!

 

5. Vermögen ansparen ist kein Problem

Du bist ein richtiger Sparfuchs und möchtest gerne etwas zurücklegen? Oder Du hast schon vor Deiner BAföG-Zeit Geld zurückgelegt? Bis zu 7.500€ ist das gar kein Problem. Hast Du darüber hinaus Vermögen, wird dies dem BAföG-Satz abgezogen. Was genau als Vermögen gilt und wie es Deinen BAföG-Satz schmälern kann, erfährst Du in unserem Text über das Vermögen.

 

Du bist unsicher, ob Du BAföG beantragen sollst?

 

Was hält Dich noch davon ab? 

meinBafög erklärt Dir, wie das mit der BAföG-Rückzahlung funktioniert, worauf Du achten musst und was Du nutzen kannstOft hören wir den Satz: Ich will doch nicht mit Schulden ins Arbeitsleben starten.

Aber besser mit Schulden starten, als das Studium sausen zu lassen, oder? Jeder fünfte Studienabbrecher beendet sein Studium, weil er es nicht mehr finanzieren kann. Verständlicherweise, schließlich ist es eine anstrengende Doppelbelastung, zu studieren und den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen! Denk aber daran: die Hälfte der Förderung ist ein Geschenk und mehr als 10.000€ musst Du nicht zurückzahlen!

Und, wie schon oben beschrieben, Du darfst ja noch zusätzlich bis zu durchschnittlich 450€ im Monat verdienen. Dein Vermögen (darunter fällt auch das Barvermögen und das Geld auf Deinem Konto) darf bis zu 7.500€ ansteigen. Und damit kannst Du ja auch schon wieder Geld sparen für die Rückzahlung!

 

Wichtig ist aber:

Wenn Du merkst, dass das Studium doch nicht das richtige ist, dann musst Du schnell handeln! Wechselst Du vor dem 4. Semester, bekommst Du weiterhin BAföG bis zum Ende der Regelstudienzeit Deines zweiten Studiengangs. Wechselst Du allerdings später, werden die ersten Semester angerechnet und somit gibt es kein BAföG bis zum Ende Deines Studiums.

Mehr Infos gibt es im Text zum Fachrichtungswechsel.

 

Wann kann ich gefördert werden?

Um einen Anspruch auf BAföG zu haben, musst Du zunächst an einer Uni oder FH studieren. Dann kannst Du Anspruch auf Studenten-BAföG geltend machen.

Du willst ins Ausland, dort studieren oder ein Auslandssemester absolvieren? Dann kannst Du einen Antrag auf AuslandsBAföG stellen.

Du hast schon einen Bachelorabschluss? Dann kannst Du für einen konsekutiven Master (nicht aber einen weiterbildenden) einen Anspruch auf BAföG haben.

SchülerBAföG bekommst Du bei verschiedenen Schulen mit oder ohne vorherigen Berufsabschluss. Auch wenn Du Dein Abi an einer Abendschule nachholst, hast Du Anspruch auf BAföG.

In unserem Text über den BAföG-Anspruch findest Du die weiteren Voraussetzungen, die Du erfüllen musst, um BAföG zu bekommen. Hier gibt es auch den Schnelltest! So erfährst Du innerhalb von einer Minute, ob Du gefördert werden kannst oder nicht!

 

Wann wird das BAföG gezahlt?

BAföG wird für einen Bewilligungszeitraum gewährt. Das bedeutet, dass Du für den Monat, in dem Du Dein Studium oder Deine Schule beginnst, BAföG bekommen kannst.

Achtung: BAföG wird nicht rückwirkend gewährt, das heißt, Du solltest Deinen Antrag allerspätestens im Monat des Studienbeginns stellen. Dann wird Deine Förderung wahrscheinlich erst ein bis zwei Monate später ausgezahlt, aber wenigstens hast Du Dir für diese Zeit das Geld schon einmal gesichert.

Mehr Infos gibt es im Text über die BAföG Fristen.

 

Was hat es mit dem elternunabhängigen BAföG auf sich?

Von Freunden oder aus dem Internet hast Du vielleicht schon einmal vom elternunabhängigen BAföG gehört. Bei dieser Förderung wird das Einkommen der Eltern nicht in die Höhe der BAföG Förderung eingerechnet. Nur Dein eigenes Einkommen und Dein eigenes Vermögen sind dann für den BAföG Höchstsatz relevant.

Für elternunabhängiges BAföG musst Du einige Voraussetzungen erfüllen, diese hängen mit Deiner Erwerbstätigkeit vor Deinem Studium oder Schulbesuch zusammen.

Mehr Infos erhältst Du im Text über das elternunabhängige BAföG.

 

Wie viel BAföG ist denn für mich drin?

Für das BAföG gibt es verschiedene Zuschläge, die Du bekommen kannst, je nachdem, welche Voraussetzungen Du erfüllst. Zum Beispiel gibt es mehr Geld, wenn Du nicht mehr bei Deinen Eltern wohnst oder Deine eigene Krankenversicherung hast.

In unserem Artikel über den BAföG-Höchstsatz haben wir Dir die Regeln dazu genau aufgeführt.

 

Übrigens: Beim AuslandsBAföG gibt es noch weitere Zuschläge! Dazu gehören der Auslandszuschlag für verschiedene Länder, Reisekosten, Kosten für die Krankenversicherung usw. Dass Du AuslandsBAföG bekommst ist also noch wahrscheinlicher, als InlandsBAföG zu bekommen!

 

Und wie stelle ich dann den BAföG-Antrag?

Um Deinen BAföG-Antrag zu stellen, musst Du die notwendigen Formblätter ausfüllen und an Dein zuständiges BAföG-Amt schicken. Die Formblätter sind sehr kompliziert, deshalb haben wir für Studenten und Schüler ein Tool entwickelt, mit dem man den BAföG-Antrag super einfach stellen kann.

 

Unser Tipp

 

Fehlerfreien BAföG-Antrag in 30min online erstellen

 

Mit unserem BAföG-Tool dauert der Antrag nicht mehr 5 ½ Stunden, sondern nur noch 30 Minuten. Außerdem verhindert das Tool, dass Dein Antrag unvollständig oder falsch ausgefüllt wurde. So kannst du Dir sicher sein, dass Dein Antrag komplett und fehlerfrei ist und Du rechtzeitig Dein Geld erhältst. Und das beste, wie viel BAföG du bekommst, siehst du durch unseren Live-Rechner auch gleich.

 

BAföG-Antrag online erstellen

 

Zusätzlich zu den Formblättern will das Amt noch einige weitere Nachweise von Dir haben, unter anderem eine Mietbescheinigung, wenn Du nicht mehr bei Deinen Eltern wohnst, Einkommensnachweise, eine Immatrikulationsbescheinigung und noch mehr. Bei meinBafög erhältst Du nach Ausfüllen der Formblätter eine Liste mit allen notwendigen Dokumenten. Das Amt braucht alle diese Dokumente, damit es Deinen Antrag bewilligt und Du zum gewünschten Zeitpunkt Deine Förderung bekommst.

 

Langsam wird’s knapp – und Dir läuft die Zeit davon? Ein formloser Antrag ist die Lösung!

Es gibt die Möglichkeit, einen formlosen BAföG-Antrag zu stellen. Damit kannst Du die Ansprüche wahren und die fehlenden Unterlagen noch zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Dafür reicht es aus, einen Brief an Dein zuständiges BAföG-Amt zu schicken. Du musst darin klarstellen, dass Du die Absicht hast, für Deine Ausbildung BAföG zu beziehen.

In dem Brief musst Du:

  • Deinen Namen
  • Deine Adresse
  • Deine Hochschule
  • und das Datum, ab dem Du BAföG beziehen möchtest

angeben. Hast Du den Brief pünktlich abgegeben, kannst Du dann – wenn Du den kompletten Antrag eingereicht hast und das Amt Dir die Förderung bewilligt – eine Nachzahlung vom BAföG-Amt bekommen.

Aber Achtung: Beim Folgeantrag reicht ein formloser Antrag nicht aus! Dieser funktioniert nur beim Erstantrag!