BAföG-Antrag: Fristen, Hilfe und Online-Antrag

Studentin zeigt ihr Geld vom BAföG Antrag

BAföG-Antrag: Fristen, Hilfe und Online-Antrag

Einen BAföG-Antrag stellen ist kompliziert und schwierig? Nicht mit unseren Tipps rund ums BAföG, die Fristen und den Online-Antrag!! Wir zeigen Dir, worauf Du beim Antrag stellen achten sollst. Außerdem erklären wir Dir, was ein vorläufiger Antrag ist, wie das mit dem Folgeantrag funktioniert und wie Du so schnell wie möglich an Dein Geld kommst! Und es gibt Infos darüber, wie Du online BAföG beantragen kannst. Wir geben Dir die notwendige Hilfe für Dein BAföG.

 

BAföG-Antrag: Wie funktioniert das?

BAföG ist die Abkürzung für Bundesausbildungsrderungsgesetz. Diese Förderung vom Staat bekommst Du als Student, Schüler, Auszubildender und für ein Praktikum. Voraussetzung ist, dass Du nicht genug Geld hast, um diese Ausbildung selbst zu bezahlen und auch Deine Eltern nicht in der Lage sind, Dich komplett finanziell zu unterstützen.

 

BAföG setzt sich bei Studenten übrigens aus zwei Teilen zusammen: 50% sind ein zinsfreies Darlehen und 50% ein Vollzuschuss vom Staat. Diesen musst Du nach 5 Jahren zurückzahlen (Infos dazu gibt es im Text über die BAföG Rückzahlung). Als Schüler hast Du übrigens das große Los gezogen, denn dann bekommst Du BAföG zu 100% als Vollzuschuss! (Wann Du als Schüler giltst, erfährst Du im Text über BAföG als Schüler).

 

Übrigens kannst Du BAföG auch als elternunabhängige Version beantragen. Das nennt sich dann elternunabhängiges BAföG. Hierbei wird das Einkommen Deiner Eltern nicht berücksichtigt. Wann Du Anspruch auf diese Form von BAföG hast, erfährst Du im Artikel über elternunabhängiges BAföG.

 

Außerdem kannst Du BAföG auch fürs Ausland beantragen, sowohl als Schüler, Student, Azubi oder Praktikant. Diese Form der Förderung nennt sich AuslandsBAföG.

 

Das BAföG Amt will einiges an Informationen über Dich und Deine Eltern haben. Du musst Informationen über Dein Vermögen, Deinen Nebenjob, Deine Krankenversicherung, Deine Ausbildungsstätte, Deine Geschwister und noch viel mehr haben. Diese gibst Du in den nötigen Formblättern für Deinen BAföG Antrag an. Aus diesen Angaben errechnet das BAföG Amt Deinen persönlichen BAföG Höchstsatz. Dieser stellt die Förderung dar, die Du monatlich bekommst.

 

Um Deinen BAföG-Antrag schnell und fehlerfrei zu erstellen, empfehlen wir Dir: BAföG mit unserem digitalen Antragsassistenten zu beantragen! Damit sparst Du 5 Stunden Zeit und stellst sicher, dass Dein Antrag fehlerfrei eingeht. Denn 90% der BAföG-Anträge enthalten Fehler.

meinBafög ist übrigens vom TÜV Saarland für den Datenschutz zertifiziert. Uns ist es sehr wichtig, dass Deine Daten vertraulich behandelt werden!

 

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Wann soll ich BAföG beantragen??

 

Oft werden wir gefragt: Wann soll ich den BAföG Antrag stellen? Unsere Antwort ist: so früh wie möglich.

Wichtig ist, dass Du Deinen Antrag fristgerecht einreichst. Denn dann sicherst Du Dir Deine Förderung, auch wenn diese im Zweifel rückwirkend ausgezahlt wird. Dafür ist es wichtig, dass Dein Antrag auf BAföG pünktlich beim BAföG Amt eingeht, nicht, dass er vollständig ist. Fehlende Dokumente, wie z.B. Deinen Mietvertrag im Ausland, kannst Du auch noch später einreichen (dies ist das Dokument, das den meisten Schülern und Studenten fehlt).

Du beantragst BAföG also für Deinen Bewilligungszeitraum. Dieser startet dann, wenn auch Dein Studium, bzw. Deine Schule startet.

 

Wann ist denn überhaupt der Studienbeginn?

Studienbeginn ist in dem Monat, in dem die Vorlesungen beginnen. Das kann manchmal auch einen Monat später sein, als der Semesterbeginn – insbesondere an Fachhochschulen.

Bietet Deine Hochschule Vorkurse an, die verpflichtend sind und den Beginn Deines Studiums darstellen, gibt es BAföG auch schon früher. Du musst für diesen früheren Start Deines Bewilligungszeitraums auf jeden Fall immatrikuliert sein und der Vorkurs muss von Lehrkräften der Hochschule durchgeführt werden.

Den Vorkurs musst Du beim BAföG Antrag natürlich mit einem Dokument belegen!

 

Für welchen Zeitraum bekomme ich BAföG?

Deine BAföG Förderung wird immer nur für den sogenannten Bewilligungszeitraum genehmigt. In der Regel entspricht dieser 12 Monate. Besonderheiten gibt es allerdings beim AuslandsBAföG, da auch die Studienzeiten im Ausland von denen in Deutschland abweichen können.

 

Ein Beispiel zum Zeitpunkt, in dem Du BAföG beantragen solltest und Deinem Bewilligungszeitraum:

 

Du hast im Mai einen Antrag auf BAföG gestellt. Der Bewilligungszeitraum startet im September:

  •  Mit einem vollständigen Antrag bekommst Du wahrscheinlich pünktlich im September Dein Geld.

Du hast im September einen Antrag auf BAföG gestellt. Der Bewilligungszeitraum startet im September:

  • Du bekommst wahrscheinlich erst im November Dein Geld, allerdings auch das für den September und Oktober.

Du hast im Oktober einen Antrag auf BAföG gestellt. Der Bewilligungszeitraum startet im September:

  • Das ist nicht möglich. Du bekommst Dein Geld erst ab November.

 

Worauf muss ich noch beim BAföG-Antrag achten?

Dein BAföGAntrag muss vollständig sein! Dazu gehört, dass Du dem BAföG-Amt alle wichtigen Informationen mitteilst. Aber das Amt will auch Einiges an Dokumenten von Dir haben, z.B. Deine Immatrikulationsbescheinigung, Nachweise über Dein Einkommen etc. Diese musst Du mitschicken. Fehlen wichtige Unterlagen, wird Dein Antrag nicht bearbeitet und Du bekommst kein Geld, bis die Dokumente beim BAföG-Amt sind.

Besonders für Nachrücker gibt es die Möglichkeit, einen formlosen Antrag zu stellen. Wie das funktioniert, erklären wir Dir später.

 

So machst Du es Dir mit dem BAföG-Antrag einfacher: Mit einem Online-Antrag!

Damit Du Dich nicht mit den ganzen Formblättern, zusätzlichen Dokumenten und Nachweisen beschäftigen musst, haben wir allerdings ein einfaches Tool entwickelt, mit dem Du den BAföG-Antrag innerhalb von 30 Minuten stellen kannst – und hier ist die Anwendung wirklich super easy! Wenn Du den Antrag über meinBafög stellst, generieren wir Dir eine Liste mit den notwendigen Dokumenten und Formularen! So kannst Du nichts vergessen!

Außerdem zeigt Dir unser BAföG Rechner, wie viel Förderung Du erhalten wirst! Du füllst also Deinen BAföG Antrag aus und weißt gleichzeitig, wie viel Förderung Du bekommen wirst!

 

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Formloser BAföG-Antrag – wenn Du spät dran bist

 

Wir empfehlen Dir, den BAföG-Antrag so schnell wie möglich auszufüllen, da vor Allem das Zusammensuchen der Dokumente oft etwas länger dauert. Allerdings gibt es Momente, in denen man zu spät dran ist, z.B. als Nachrücker im Studium. Dann kannst Du einen formlosen Antrag stellen, um Deine Ansprüche zu wahren.

Wie funktioniert ein formloser Antrag?

Mit einem formlosen BAföG-Antrag kannst Du Deinen Anspruch auf BAföG wahren und die Formblätter und Dokumente für den BAföG Antrag nachreichen. Dafür musst Du Deinem zuständigen BAföG Amt einen Brief schreiben, indem Du klarstellst, dass Du die Absicht hast, für Deine Ausbildung BAföG zu beziehen. Es reicht nicht, einfach nur die BAföG Antragsformulare anzufordern, Du musst schon ein nettes Briefchen formulieren.

Auch wenn von einem „formlosen“ BAföG-Antrag die Rede ist, musst Du natürlich trotzdem gewisse Formen wahren: Selbstverständlich dürfen Angaben wie Dein Name, Deine Anschrift, Deine Hochschule und das Datum, ab wann Du BAföG beziehen willst nicht fehlen. Zusätzlich solltest Du noch Deine BAföG-Förderungsummer mit angeben, falls Du schon eine hast.

Wichtig ist allerdings der Zeitpunkt, zu dem Du den formlosen Antrag stellst. Du musst den Brief vor oder spätestens in dem Monat, in dem Du Deine Förderung bekommen möchtest, abschicken. Dazu solltest Du dem BAföG-Amt natürlich mitteilen, ab welchem Monat Du BAföG erhalten willst. Dann ist es möglich, dass Du eine Nachzahlung erhältst.

 

Fallbeispiel zum formlosen BAföG-Antrag:

Anna möchte zum Wintersemester ein Jurastudium anfangen und dafür BAföG beantragen. Ihr Studium beginnt im Oktober und somit ist auch der Oktober der erste Monat, in dem sie BAföG beziehen kann.

Mitte September merkt Anna, dass sie noch nicht alle Unterlagen zusammen hat. Deswegen schickt sie am 23. September einen formlosen Antrag an ihr BAföG-Amt. In dem formlosen Antrag stellt sie klar, dass sie ab Oktober BAföG beziehen möchte.

Im Oktober selber bekommt Anna leider noch kein BAföG, weil das BAföG-Amt bisher nur ihren formlosen Antrag auf BAföG vorliegen hat.

Anfang November hat Anna es endlich geschafft, alle Unterlagen zusammen zu finden und dem BAföG-Amt zu schicken. Das BAföG-Amt kontrolliert ihren Antrag auf Ausbildungsförderung und braucht dafür bis Ende Dezember.

Ende Dezember bekommt Anna rückwirkend BAföG ab Oktober- und das nur dank ihrem formlosen Antrag. Ansonsten hätte sie BAföG erst ab November bekommen, also ab dem Zeitpunkt, in dem der komplette Antrag für BAföG eingegangen ist.

 

Was mache ich mit meinem BAföG-Antrag, wenn ich ihn ausgefüllt habe?

Möglichkeit 1:

Direkt beim BAföG-Amt abgeben: Du kannst Deinen Antrag entweder beim BAföG-Amt persönlich vorbeibringen oder aber Du wirfst Deinen Antrag (natürlich geordnet und in einem großen Umschlag) ein. Jedes BAföG-Amt hat dafür einen Briefkasten, der im Normalfall auch außerhalb der Sprechzeiten des Amtes zur Verfügung steht.

Möglichkeit 2:

Per Post schicken: Hier ist der Eingangsstempel beim Amt ausschlaggebend. Das bedeutet: Wenn Du z. B. spät dran bist und erst am 31.03. Deinen BAföG-Antrag verschickst, wird dieser nicht mehr fristgerecht ankommen, um für den Monat März noch BAföG zu erhalten. Entscheidend ist der Tag, an dem Dein Antrag beim Amt selbst eintrifft, nicht der Poststempel.

Solange Du also eine dieser zwei Optionen wählst, wird Dein BAföG-Antrag berücksichtigt.

 

Mit meinBafög den BAföG-Antrag einfach und unkompliziert stellenWo reiche ich den BAföG Antrag ein?

Nachdem Du Deine Formblätter erfolgreich ausgefüllt hast und alle Dokumente hast, musst Du Deinen BAföG-Antrag fristgerecht einreichen. Das passiert bei Deinem zuständigen BAföG-Amt. Welches BAföG-Amt für Dich zuständig ist, hängt davon ab, welche Art von Schule oder Hochschule Du besuchst. Meist sind die BAföG-Ämter mit den Studentenwerken zusammengelegt.

Bei Studenten ist das zuständige Amt das, an dem die Hochschule ihren Sitz hat.

Du willst ein Auslandssemester machen oder im Ausland studieren? Dann muss Dein BAföG-Antrag an ein anderes Amt. Die Ämter haben die verschiedenen Länder unter sich aufgeteilt.

Du bist Schüler und willst BAföG beantragen? Als Schüler gibt es noch einmal spezielle Regelungen, dann musst Du die Formblätter nämlich entweder an das Studentenwerk im Wohnort Deiner Eltern oder an das Studentenwerk, das zu Deiner Schule gehört, schicken.

Das war jetzt ziemlich durcheinander? Keine Sorge! Wir haben Dir eine Liste erstellt, in der die verschiedenen Ämter geordnet aufgeführt sind, Du findest sie HIER. Du hast noch Fragen? Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk eine Hilfe-Hotline rund ums BAföG an.

 

Ich möchte meinen BAföG-Antrag zurückziehen – wie geht das?

Manchmal gibt man einen BAföG-Antrag ab und merkt später, dass die Situation, in der man den Antrag abgeschickt hat, sich verändert hat. Dann kannst Du den BAföG-Antrag zurückziehen.

Folgende Gründe könnte es geben, um Deinen BAföG-Antrag zurückziehen:

  • Du möchtest doch kein Studium anfangen
  • Dein Vermögen hat sich unerwartet erhöht, z. B. durch ein Erbe
  • Du hast in Deinem Antrag (versehentlich) falsche Angaben bezüglich Deines Vermögens gemacht
  • Du hast ein so umfangreiches Stipendium bekommen, dass Du keine zusätzliche Unterstützung mehr benötigst

Wenn einer dieser Gründe oder auch ein anderer persönlicher Grund vorliegt, kannst Du natürlich Deinen BAföG-Antrag zurückziehen.

Aber Achtung beim Stipendium: Nicht bei jedem Stipendium ist es unmöglich, gleichzeitig BAföG zu bekommen. Bei einem  leistungsbedingten Stipendium hast Du zum Beispiel einen Freibetrag von 300€ im Monat. Damit kannst Du ganz easy BAföG mit einem Stipendium kombinieren.

Du hast schon einen Antrag auf BAföG gestellt und noch keinen Bescheid erhalten?

Dann kannst Du formlos den Antrag wieder zurückziehen. Wichtig ist nur, dass Du das so schnell wie möglich machst: schriftlich, bei Deinem zuständigen BAföG-Amt.

Du hast einen BAföG-Antrag gestellt und schon einen positiven Bescheid erhalten?

Dann musst Du innerhalb der Widerspruchsfrist, die auf dem Bescheid steht, den BAföG-Antrag wieder zurückziehen. Ansonsten musst Du dem Bescheid widersprechen.

Wir empfehlen Dir, den Brief an das BAföG-Amt per Einschreiben zu versenden.

Achtung Sonderfall: Du hast falsche Angaben in Deinem Antrag gemacht!

Ob bewusst oder unbewusst, jetzt musst Du handeln! Allerdings musst Du den BAföG-Antrag bei Falschangaben nicht direkt zurückziehen. Du kannst diese Angaben auch nachmelden. Allerdings kann sich Deine BAföG-Förderung dadurch verringern.

Wann kann so etwas passieren? Zum Beispiel, wenn Deine Eltern Dich falsch über ihr Einkommen informiert haben. Du musst dann die Verdienstbescheinigungen nachreichen und der Fehler ist behoben.

Du hast bewusst falsche Angaben in Deinem Antrag gemacht?

BAföG-Betrug ist ein sehr heikles Thema. Denn damit hast Du versucht, Dir Sozialleistungen zu erschleichen und das ist strafbar. Das BAföG-Amt macht einen Datenabgleich und kann Dir damit schnell auf die Schliche kommen. Weitere Infos findest Du in unserem Artikel zum BAföG-Betrug.

 

Wie läuft das dann mit dem Folgeantrag für BAföG?

Wenn Dein BAföG-Antrag bewilligt wird, ist dieser in der Regel für ein Jahr gültig. Falls Du ins Ausland gehst, kann der Bewilligungszeitraum allerdings kürzer sein, da andere Länder teilweise kürzere Semester haben. Bevor dieser Bewilligungszeitraum zu Ende ist, musst Du einen BAföG Folgeantrag stellen. Dieser wird auch BAföG-Weiterförderungsantrag genannt und ist nötig, damit Du auch im folgenden Jahr Deine Förderung erhältst.

Die Unterlagen, die Du ausfüllen musst, sind die gleichen wie beim Erstantrag.

 

Wenn Du Deinen Erstantrag über meinBafög ausgefüllt hast, brauchst Du die Daten nicht neu eingeben, wir speichern sie für das nächste Jahr ab. So kannst Du einfach nochmal durchklicken, die Daten überarbeiten, die sich verändert haben, und hast so innerhalb von 15 Minuten Deinen Folgeantrag fertig!

 

Jetzt Folgeantrag stellen!

 

 

 

Achtung: Bei einem BAföG-Folgeantrag ist ein formloser BAföG-Antrag nicht ausreichend! Grund dafür ist, dass Du beim Erstantrag dem BAföG Amt mit Deinem formlosen Antrag mitteilst, dass Du ab einem bestimmten Zeitpunkt gefördert werden möchtest. Beim Folgeantrag für BAföG gibt es aber keine rückwirkende Zahlung. Du musst den Antrag also fristgerecht einreichen.

Übrigens: Wenn Du Deinen Antrag über meinBafög stellst, bekommst Du eine Erinnerungsmail, die Dich pünktlich und früh genug an das Ausfüllen Deines Weiterförderungsantrags erinnert.

 

Wie oft kann ich einen BAföG Folgeantrag stellen, bzw. wie lange bekomme ich BAföG?

 

BAföG bekommst Du innerhalb der Regelstudienzeit Deines Studiums. Dies nennt sich dann BAföG Förderungshöchstdauer. Das bedeutet: Ist die Regelstudienzeit für Dein Bachelorstudium zum Beispiel 3 Jahre, wirst Du 3 Jahre mit BAföG gefördert. Ab dem 4. Semester musst Du dem BAföG Amt durch einen Leistungsnachweis beweisen, dass Du diese Regelstudienzeit einhalten wirst.

Spezielle Regelungen gibt es dann, wenn Du für ein oder zwei Semester ein Auslandsstudium absolvierst, Deine letzte Prüfung nicht schaffst, Deine Hochschule Dir keinen Raum für ein Projekt zur Verfügung stellt, oder Du aus persönlichen Gründen Dein Studium nicht so durchziehen kannst wie andere Studenten. Alle Infos dazu findest Du in unserem Text zur Förderungshöchstdauer.

 

Als Schüler gelten andere Regeln: Dann wirst Du so lange gefördert, wie Deine Schulzeit andauert, auch wenn Du z.B. eine Klasse wiederholen musst.

 

Wann stelle ich denn den BAföG-Folgeantrag?

 

Sicher ist sicher. Den BAföG-Folgeantrag solltest Du mindestens zwei Monate vor Ablauf Deines aktuellen Bewilligungszeitraums stellen. Dann garantiert Dir das Gesetz, und zwar § 50 Abs. 4 BAföG, dass Du ohne Unterbrechung weiterhin BAföG beziehen kannst.

Wenn Du den Antrag gestellt hast, hast Du zunächst den gleichen BAföG Anspruch wie im ersten Jahr. Allerdings musst Du auch im Folge-Antrag (genauso wie im Erstantrag) Angaben zu Deinem Vermögen, dem Vermögen Deiner Eltern usw. machen. Dadurch kann sich Dein Anspruch auf BAföG und Dein BAföG-Höchstsatz verändern, z.B. wenn Du im nächsten Jahr mehr oder weniger Geld bei Deinem Nebenjob verdienen wirst oder auch das Einkommen Deiner Eltern sich verändert hat.

Dadurch kann es passieren, dass das BAföG-Amt eine zu hoch gezahlte Förderung zurück verlangen kann, da Dein BAföG-Satz niedriger ist als im Vorjahr. Genauso hast Du aber auch Anspruch auf eine Nachzahlung, wenn Dein BAföG-Satz steigt.

 

Folgender Beispielfall zum BAföG-Folgeantrag hilft Dir, das besser zu verstehen:

  • Stefan hat im April 2014 sein Studium angefangen und zum ersten Mal BAföG beantragt. Sein BAföG-Satz beträgt für seinen Bewilligungszeitraum 597 €  monatlich.
  • Stefans Vater wird im Dezember 2014 befördert und verdient auf einmal jeden Monat mehr Geld
  • Stefan stellt seinen BAföG-Folgeantrag pünktlich Ende Januar 2015
  • Ab April 2015 bekommt Stefan weiterhin 467 € monatlich, weil er seinen BAföG- Weiterförderungsantrag gestellt hat
  • Das BAföG-Amt stellt im Mai 2015 feste, dass Stefans aktueller BAföG-Satz nur noch 348 € monatlich beträgt und fordert die zu viel gezahlte Differenz in Form einer BAföG-Rückzahlung von Stefan zurück

Natürlich kann es passieren, dass Du es vergisst oder einfach nicht schaffst, Deinen BAföG-Folgeantrag pünktlich zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums zu stellen. Solltest Du Deinen BAföG-Folgeantrag später als zwei Monate vor Ablauf stellen, ist Dir eine durchgehende BAföG-Zahlung nicht mehr garantiert. Die Bearbeitungsdauer kann dann wieder mehrere Monate beanspruchen und in diesem Zeitraum musst Du Dich selbst versorgen. Aber keine Sorge: Solltest Du mit dem BAföG-Weiterförderungsantrag spät dran sein, bekommst Du trotzdem rückwirkend BAföG für alle Monate.

Hast Du Deinen Antrag schonmal mit meinBafög ausgefüllt, erinnern wir Dich allerdings per Mail daran, Deinen neuen Antrag auszufüllen.

 

Mit meinBafög den BAföG-Antrag einfach und unkompliziert stellen

Wie lange dauert die Bearbeitung meines BAföG-Antrags?

Die Bearbeitungsdauer von BAföG-Anträgen kann leider manchmal ganz schön lange dauern. Es gibt dafür unterschiedlichste, individuelle Gründe. Als es in einigen Bundesländern doppelte Abiturjahrgänge gab, hat z.B. die Bearbeitung der Anträge sehr lange gedauert. Aber auch heute kann es ohne diese speziellen Probleme zu Wartezeiten kommen.

Eine feste Zeitangabe für die Länge der Bearbeitungsdauer können wir leider nicht machen. Die Bearbeitungszeit ist nämlich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Im Durchschnitt dauert es etwa zweieinhalb Monate, bis Du Deinen BAföG-Bescheid bekommst.

Allerdings: Die Zahl der Studenten steigt, und das bedeutet, dass immer mehr Studenten BAföG-Anträge stellen und dadurch die Bearbeitungsdauer für einzelne BAföG-Anträge länger wird. Du solltest also rechtzeitig mit Deinem BAföG Antrag beginnen. Am besten startest Du, sobald Du die Zusage für Deinen Studienplatz hast.

Falls Du AuslandsBAföG beantragst, kann die Bearbeitungsdauer übrigens wesentlich länger dauern. Hier solltest Du von mindestens 5-6 Monaten ausgehen.

 

Um die Bearbeitungsdauer des eigenen BAföG-Antrags so kurz wie möglich zu halten, solltest Du folgende Tipps berücksichtigen:

  • Antrag vollständig ausfüllen: Wenn Du Deinen Antrag mit meinBafög ausfüllst, lässt das Tool Dich nicht weiter, wenn Du nicht alle Angaben angeben hast. Damit sind 99% der Anträge fehlerfrei.
  • Belege beifügen: Du solltest alle nötigen Kopien und Belege direkt beilegen. Vollständigkeit ist hier sehr wichtig, denn so verhinderst Du zeitraubende Nachfragen seitens des Amtes und verlängerst damit die BAföG-Bearbeitungsdauer nicht unnötig. Wenn Du Den BAföG-Antrag über meinBafög ausfüllst, geben wir Dir am Ende des Ausfüllens eine Liste, in der alle notwendigen Dokumente aufgelistet sind. Arbeite sie ab, und Dein Antrag ist vollständig!
  • Keine nervigen Nachfragen: Das BAföG-Amt hat viel zu tun! Wenn Du alle zwei Tage anrufst, um zu fragen, wann Du endlich BAföG bekommst, wird Dein Antrag nicht schneller beantragt. Hier gilt: Ruhe bewahren und weiterlernen.

Sobald Dein Antrag bei dem zuständigen Amt eingegangen ist, gilt er als gestellt und das Einzige was Du vorerst tun kannst ist: Warten! Mögliche Rückfragen werden Dir nur schriftlich mitgeteilt und auch den Bescheid erhältst Du per Post. In diesem Bescheid wird Dir dann auch deine individuelle Fördernummer mitgeteilt, die Du auf allen weiteren Dokumenten angeben solltest.

 

Wie lange dauert es, einen BAföG-Antrag zu stellen?

Wie lange es dauert, den BAföG-Antrag zu erstellen, hängt mit der Anzahl der erforderlichen Formblätter zusammen.

Pro Formblatt brauchst Du, damit Du auch die Zusatzerklärungen lesen kannst und nichts vergisst, ungefähr 2 Stunden. Im Schnitt füllt ein Student etwa 4-5 Formblätter bei einem BAföG-Antrag aus. Damit kommst Du auf einen Arbeitsaufwand von 8-10 Stunden für alle Deine Formblätter. Wir planen für jedes Formblatt ganze 2 Stunden ein, da Du zusätzlich zum Ausfüllen zu den meisten Formblättern noch Belege benötigt. Die gute Nachricht ist: Bei einem Folgeantrag für BAföG geht es meistens schneller, weil Du ja schon genau weißt, was Dich beim Ausfüllen des Antrags erwartet.

Da Du und Deine Eltern/Dein Ehegatte (falls vorhanden) verschiedene Belege hinzufügen müsst und eventuell einige Dokumente extra anfordern müsst, empfehlen wir Dir, ca. 2-3 Wochen für den gesamten Antrag einzuplanen. Einen einfachen Kontoauszug findest Du im Normalfall online, allerdings kann es sein, dass Deine Eltern Belege (z. B. den Bescheid der Riesterrente oder Teile der Einkommenssteuer) anfordern müssen. Bis diese auf dem Postweg bei Dir ankommen, kann etwas Zeit vergehen.

 

Mit meinBafög den BAföG-Antrag einfach und unkompliziert stellen

Keine Lust, so viel Zeit für den BAföG-Antrag zu verschwenden???

Mit meinBafög kannst Du die Zeit allerdings um einiges verkürzen. Hier dauert die Angabe der Daten nur etwa 30 Minuten – damit sparst Du wahnsinnig viel Zeit, die Du ins Studieren stecken kannst.

BAföG online: Das sind die Vorteile

 

 

Wir empfehlen Dir, Deinen BAföG-Antrag online mit unserem digitalen Antragsassistenten auszufüllen. Beim BAföG-Antrag online ausfüllen kannst Du von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Fehler vermeiden: Du vermeidest mögliche Fehler oder Lücken in Deinem BAföG-Antrag. Der Antragsassistent für BAföG führt online während und am Ende Deiner Dateneingabe eine Plausibilitätsprüfung Deiner Angaben durch. Das heißt, dass Du erforderliche Angaben nicht vergisst. So wird verhindert, dass Du einen unvollständigen BAföG-Antrag abgibst. Gerade bei den Einkommensdaten der Eltern/Ehepartner im BAföG-Antrag (Formblatt 3) ist es sehr nützlich.
  • Unterlagen vergessen: Am Ende des BAföG-Online-Antrags wird Dir eine Liste der Unterlagen generiert, die Du noch einreichen musst.
  • Zeit sparen und schneller BAföG beziehen: Man glaubt es kaum, aber das BAföG-Amt fordert bei den meisten Studenten Unterlagen nach. Dank dem
    Antragsassistenten bei BAföG-Online kannst Du vermeiden, dass Du Angaben und Unterlagen vergisst.

 

 

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Weitere Tipps zum BAföG-Antrag

  • Dein BAföG bekommst Du jeden Monat überwiesen. Damit hier keine Schwierigkeiten entstehen, solltest Du auf jeden Fall Deine eigenen Kontodaten und nicht die eines Elternteils bei Deinem BAföG-Antrag angeben. Dafür kannst Du ein kostenloses Girokonto mit Prämie abschließen.
  • Wenn Du Deinen Antrag über meinBafög stellst, bekommst Du gleichzeitig ein Formular zur Befreiung von der GEZ. Denn wenn Du BAföG bekommst, wird Dir nicht zugemutet, GEZ zahlen zu müssen! Mehr Infos und warum es diese Regelung gibt, erklären wir Dir im Artikel über die GEZ und BAföG.
  • Möchtest Du neben Deinem Antrag auf BAföG einen Antrag auf Hartz IV stellen, so spielt es keine Rolle, ob der BAföG-Antrag beim BAföG-Amt genehmigt wurde oder nicht. Studenten erhalten nur in Ausnahmefällen BAföG und Hartz IV gleichzeitig.
  • Bei allen Schreiben an das BAföG-Amt solltest Du Deine Förderungsnummer angeben (die bekommst Du mit Deinem BAföG-Bescheid. Außerdem steht sie auf allen Schriftstücken vom BAföG-Amt.)
  • Sobald Du Deinen BAföG-Antrag fertig ausgefüllt hast, musst Du ihn Deinem zuständigen BAföG-Amt zukommen lassen. Hier solltest Du den Antrag am besten per Einschreiben verschicken.
  • Bei einer Förderung Deines Studiums musst Du zum Ende des vierten Fachsemesters (ggf. auch früher) einen Leistungsnachweis beim BAföG-Amt vorlegen, um weiter BAföG zu bekommen. Bei Schüler-BAföG sind Leistungsnachweise nicht erforderlich.
  • Du solltest einen Ordner anlegen, in dem Du alle Unterlagen aufbewahrst, die im Zusammenhang mit dem BAföG-Antrag relevant sind. Hefte Kopien aller Unterlagen, die Du beim Amt einreichst, dort ab, ebenso alle Zahlungsbelege (Kontoauszüge) und jeden Schriftverkehr, den Du mit dem Amt führst.

 

BAföG Hilfe von meinBafög

 

Wir von meinBafög versuchen, Dir während der Antragstellung jederzeit zur Seite zu stehen und Dir die Hilfe zu geben, die Du brauchst.

  • Hilfetexte

Dafür gibt es in unserem Tool eine Menge von Hilfetexten, die erscheinen, sobald Du mit der Maus über ein Feld gehst. Hier erklären wir Dir, was genau das Feld bedeutet und wie Du an die notwendigen Informationen kommst.

  • Wissensdatenbank

Außerdem haben wir eine Wissensdatenbank gebaut. Hier findest Du Hilfe durch Texte, die Dir schwierige Themen noch einmal erläutern.

  • Support und Chat

Zudem kannst Du uns Nachrichten schreiben, wenn Du mal eine Frage hast und im Tool nicht weiter kommst. Wir bieten Dir auch einen Live-Chat an, in dem Deine Fragen sofort an einen zuständigen Sachbearbeiter geleitet werden, der Dir dann Hilfestellung bietet.