Werkstudent & BAföG – Zuverdienst mit BAföG leicht erklärt

Werksstudentenarbeit ist begehrt. Meist recht fair bezahlt, gibt es in dem Bereich wirklich spannende Jobs zu ergattern. Was aber, wenn du bereits BAföG beziehst? Geht das überhaupt, BAföG und nebenbei arbeiten? Wer als Werkstudent BAföG beantragen will, sollte dabei ein paar Dinge beachten.

Was ist ein Werkstudent und welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

Zunächst einmal sollten wir klarstellen: Was ist ein Werkstudent? Und bist du als Werkstudent oder im Minijob besser dran? Als Werkstudent giltst du dann, wenn du offiziell an einer Uni eingeschrieben bist, allerdings noch keinen akademischen Titel erlangt hast, daneben aber einer geringfügigen Erwerbstätigkeit nachgehst.

Diese geht sowohl was den zeitlichen als auch den monetären Umfang betrifft deutlich über den üblichen Studentenjob hinaus. Die Wochenarbeitszeit darf dabei 20 Stunden nicht überschreiten. Die Tätigkeit muss dabei auch nicht zwingend etwas mit dem Studienfach zu tun haben.

Im Gegensatz zu einem Praktikanten, der dem Job zeitlich nur vorübergehend nachgeht, bist du als Werkstudent voll in alle Arbeitsprozesse in eingebunden.

Werkstudent & Bafög – Darf man arbeiten, wenn man BAföG bekommt?

Zu Beginn gleich die gute Nachricht: ja, du darfst als BAföG beziehender Studi einen Werkstudentenjob annehmen. Bei vielen Studenten reicht die staatliche Unterstützung in Form von BAföG gar nicht aus, um damit von der Miete bis zu den Lebensmitteln alle Kosten zu decken. Deshalb ist es prinzipiell möglich, als BAföG-Empfänger einen Nebenjob in Form eines Werkstudentenjobs anzunehmen. Auch andere Nebenjobs, etwa einen Minijob, kannst du ausüben.

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Wie viel darf man beim Bafög dazu verdienen, um noch den Bafög-Höchstsatz zu erhalten?

Wenn du BAfög beziehst und einen Werkstudentenjob annimmst, solltest du bedenken, dass sich deine Einkünfte aus deiner Tätigkeit ab einer gewissen Höhe auf deinen BAföG-Satz auswirken. Der Freibetrag, innerhalb dem du dennoch deinen vollen BAföG-Satz erhältst, liegt im Regelfall bei 5.400 Euro im Jahr. Diese Zahl bezieht sich auf den Bruttobetrag. So viel darfst du zum BAföG dazuverdienen, ohne dass du irgendwelche Kürzungen hinnehmen musst.

Der Betrag setzt sich übrigens, falls du es genauer wissen willst, aus dem grundlegenden gesetzlichen Freibetrag in Höhe von 3.480 Euro sowie der Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro und 21,3 Prozent Sozialabgaben (rund 950 Euro) zusammen. Somit gelangst du auf einen tatsächlichen Freibetrag von rund 5.400 Euro im Jahr. Innerhalb dieser Grenze bekommst du trotz eines Werkstudentenjobs dein volles BAföG ausgezahlt.

Solltest du bereits verheiratet sein oder Kinder haben, liegen die Freibeträge etwas höher. Du darfst dann pro Monat mehr verdienen, ohne Abzüge beim BAföG befürchten zu müssen. Wie hoch diese Freibeträge sind, hängt von den Umständen im Einzelfall ab. Wenn dir das jetzt alles etwas zu schnell ging, kein Problem. Wir haben uns mit diesem Thema in unserem Beitrag „BAföG und Nebenjob – Das darfst Du verdienen“ genauer damit beschäftigt

Was passiert, wenn ich zu viel verdiene – wie werden meine Einnahmen angerechnet?

Wenn du durch deine Tätigkeit als Werkstudent im Jahr mehr verdienst als den Freibetrag von 5.400 Euro, werden deine Einkünfte auf deinen BAföG-Anspruch angerechnet. Es hängt somit von deinen Verdiensten ab, wie viel BAföG du noch bekommst. Wiederum zieht der Staat zur Berechnung den Freibetrag heran. Wichtig ist die Differenz zwischen deinen tatsächlichen Einkünften und dem Freibetrag. Diese Differenz wird über einen Verlauf von zwölf Monaten von deinem BAföG abgezogen.

Hier mal ein kurzes Rechenbeispiel: Tim hat einen Job als Werkstudent in einer Marketingagentur bekommen. Er verdient monatlich 520 Euro und hat somit ein jährliches Einkommen von 6.240 Euro. Das ist über dem möglichen Freibetrag von 5.400 Euro. Sein Werkstudentengehalt wird folglich aufs BAföG angerechnet. Dazu wird die Differenz aus Einnahmen und dem Freibetrag berechnet, also 6.240 – 5.400, macht 840 Euro. Um diese 840 Euro wird das BAföG von Tim gekürzt. 840 Euro geteilt durch 12, also aufs Jahr gerechnet, wären 70 Euro weniger BAföG pro Monat.

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Muss ich einen Werkstudentenjob beim Bafög Antrag angeben

Wer BAföG bezieht, sollte seinen Nebenjob melden. Ganz egal ob Werkstudententätigkeit oder 450-Euro-Job, beim BAföG Antrag musst du den Verdienst mit angeben. Darüber hinaus musst du eine Steuererklärung machen.

Was passiert, wenn ich vergessen habe den Werkstudentenjob anzugeben?

Wenn Du falsche Angaben in Deinem BAföG-Antrag machst oder bewusst Informationen weglässt, begehst Du BAföG-Betrug. Es ist wichtig, dass du dein eigenes Einkommen, also alle Angaben zum Verdienst über einen Nebenjob, im Vorhinein angibt.

Wer BAföG bezieht und seinen Nebenjob nicht angibt, kann mit ähnlichen Konsequenzen wie bei Falschangaben bei einer Steuerklärung rechnen.
BAföG ist schließlich eine Förderung für Studenten und Schüler, die sich ohne diese Förderung keinen Schulabschluss oder Universitätsabschluss leisten könnten. Deshalb soll nicht jeder diese Förderung bekommen. Und deshalb prüft das BAföG-Amt auch so genau, wer zu dieser Förderung berechtigt ist.

Finden die heraus, dass du es nicht mehr oder nicht mehr vollumfänglich bist, bekommst du umgehend einen Rückzahlungsbescheid – mit ihm wird auch dein Bewilligungsbescheid zurückgenommen – sprich, das war ´s dann mit BAföG für dich.

Fazit

Wer BAföG bezieht und zugleich einer werkstudentischen Tätigkeit nachgehen möchte, kann das jederzeit tun. Es wird vom Amt sogar gerne gesehen.
Ein Auge solltest du aber auf deinen Freibetrag von 5400 Euro haben – verdienst du mehr als das, wird dein BAföG entsprechend gekürzt.

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