BAföG Rückzahlung: Wie funktioniert das eigentlich?

Studenten freuen sich, weil sie verstehen, wie die BAföG Rückzahlung funktioniert

BAföG Rückzahlung: Wie funktioniert das eigentlich?

Die Rückzahlung Deines BAföGs ist gar nicht so unübersichtlich, wie Du vielleicht glaubst. Es gibt ein paar klare Regeln, die dabei befolgt werden müssen. Dadurch kannst Du schnell herausfinden, wieviel Geld Du zurückzahlen musst und Dich auf den Zeitpunkt und die BAföG-Rückzahlung einstellen.

 

BAföG Rückzahlung – muss das immer sein?

Die einfache Antwort ist: Nein! Nur BAföG, das für ein Studium beantragt wird, muss zurückgezahlt werden, und auch hiervon nur die Hälfte.

Schüler-BAföG musst Du gar nicht zurück zahlen. Achtung Ausnahme: Beim Meister-BAföG wird Dir auch ein Teil als Zuschuss, ein Teil als Darlehen gewährt.

 

meinBafög erklärt Dir, wie das mit der BAföG-Rückzahlung funktioniert, worauf Du achten musst und was Du nutzen kannst

BAföG im Studium

Du giltst als jemand, der BAföG für das Studium bekommen hat, wenn Du

  • eine Hochschule
  • eine höhere Fachschule
  • oder eine Akademie

besucht hast.

Dann teilt sich das BAföG in zwei Hälften. Die eine Hälfte ist ein Zuschuss, den Dir der Staat zu Deinem Studium gibt. Der andere Teil ist ein Darlehen. Und diesen Teil musst Du wieder zurückzahlen.

Genauso funktioniert das beim Auslands-BAföG. Auch hier bekommst Du 50% des BAföGs als Zuschuss und die anderen 50% als Darlehen, das Du zurückzahlen musst. Wenn Du eine zusätzliche Erasmus-Förderung bekommst, musst Du in normalen Fällen auch nur den BAföG-Teil zurückzahlen. Wenn Du den Auslandsaufenthalt vollständig absolviert und alle erforderlichen Kurse belegt hast, musst Du die Erasmus-Förderung nicht zurückzahlen.

Die gleichen Regelungen gelten damit auch für elternunabhängiges Studenten-BAföG.

Wenn Du weißt, wie viel BAföG Du bekommst, kannst Du Dir also jetzt schon genau ausrechnen, wie viel BAföG Du später zurückzahlen musst.

Füllst Du Deinen Antrag über meinBafög aus, zeigen wir Dir in unserem BAföG-Rechner, wie viel Geld Du zurückzahlen musst und wie viel Du als Zuschuss bekommst! Übrigens ist die Rückzahlung immer zinsfrei! Außerdem ist die Höchstgrenze für die Rückzahlung 10.000€. Wenn Du einen Bachelor und einen Master gemacht hast, gilt dieser Betrag für beide Studiengänge. Du hast Dein Studium abgebrochen? Dann musst Du natürlich auch das BAföG zurückzahlen. Im Normalfall geht es hier aber auch nur um die Darlehenssumme, die ja nur 50% Deines BAföG-Satzes ausmacht.

 

Es gibt einige Ausnahmefälle, in denen Du das BAföG als Vollzuschuss bekommst.

  • BAföG über die Förderungshöchstdauer hinaus: Wenn Du BAföG über die Förderungshöchstdauer hinaus aus gesetzlich anerkannten Gründen beantragt hast, erhältst Du diese zusätzliche Förderung in Form eines nicht zurückzuzahlenden Zuschusses. Zu diesen Gründen zählen eine Schwangerschaft, die Erziehung von Kindern, die jünger als 11 Jahre alt sind und eine Behinderung.
  • Studiengebühren im Ausland: Wenn Du nachweislich Studiengebühren im Ausland zahlen musst, werden diese in Form eines nicht zurückzuzahlenden Zuschusses gewährt.
  • Kinderbetreuungszuschlag: Alle nach BAföG §14b gewährten Kinderbetreuungszuschläge werden als Zuschuss ausgezahlt.

 

BAföG als Schüler

Als Schüler musst Du Dein BAföG grundsätzlich NICHT ZURÜCKZAHLEN! Der Staat schenkt Dir das BAföG als Vollzuschuss. Du musst es somit nicht zurückzahlen.

 

Wann kommt die BAföG-Rückzahlung auf mich zu?

Die BAföG-Rückzahlungspflicht beginnt 5 Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit. Achtung: Das Ende der Regelstudienzeit muss nicht unbedingt das Ende Deiner eigenen Studienzeit sein. Wenn Du länger als die Regelstudienzeit studierst, beginnt die Frist trotzdem mit dem Ende der Regelstudienzeit. Du hast Bachelor und Master zusammen gemacht? Dann gilt das Ende des Bachelors als Anfang der 5-Jahres-Frist. Wenn Du BAföG im Zweistudium bekommen hast, oder einen Fachrichtungswechsel hinter Dir hast, gilt die Regelstudienzeit des letzten absolvierten Studiengangs. Wie zahle ich mein BAföG zurück, wann kommt der Rückzahlungsbescheid, kann ich mein BAföG auf einmal zurückzahlen? Diese Fragen beantwortet meinBafög

Beispiel: Du hast im Juli 2015 Deinen Bachelor in Regelstudienzeit beendet und dann im Juli 2017 Deinen Master beendet. Dann wird die erste Rückzahlungs-Rate im Juli 2020 auf Dich zukommen, 5 Jahre nach Ende des Bachelors.

Nach 4 Semestern kann das BAföG-Amt übrigens auch einen Leistungsnachweis fordern. Wenn Du diesen nicht erbringen kannst, endet Deine BAföG-Förderung. In schwerwiegenden Gründen kann die Förderungshöchstdauer allerdings verlängert werden, z.B. wenn Du einmal eine Zwischen-Prüfung nicht bestehst oder bei Krankheit. Wenn Du ohne schwerwiegenden Grund Dein Studium nicht in der Regelstudienzeit abschließt, bekommst Du zusätzlich für ein Jahr ein verzinstes Darlehen vom Staat. Dieses musst Du bei der Rückzahlung der restlichen Förderung natürlich komplett zurückzahlen.

Viereinhalb Jahre nach Ende der Regelstudienzeit Deines Studiengangs bekommst Du einen Rückzahlungsbescheid des Bundesverwaltungsamts (BVA) in Köln. Das ist für die Rückforderung zuständig. Um Dich zur Rückzahlung aufzufordern, braucht das Amt deine aktuelle Adresse. Wenn Du vergisst, das Amt über Deine neue Adresse zu informieren, musst Du 25€ für die Anschriftenermittlung zahlen. Sollte es sogar so weit kommen, dass Du durch die fehlende Adresse die Rückzahlungsraten zu spät zahlst, musst Du zusätzlich Verzugszinsen zahlen. Adressänderungen kannst Du online auf der Seite des Bundesverwaltungsamts machen.

 

Wie lange habe ich Zeit, um das BAföG zurückzuzahlen?

Wie schon oben beschrieben, bekommst Du nach etwa viereinhalb Jahren einen Bescheid zur BAföG-Rückzahlung und fängst dann nach etwa fünf Jahren mit der Rückzahlung an. Insgesamt hast Du dafür dann 20 Jahre Zeit.

Die Raten betragen normalerweise vierteljährlich 315€, monatlich zahlst Du also 105€ zurück. Wenn Du das fleißig tust, solltest Du auch keine 20 Jahre für die Rückzahlung brauchen. Für die BAföG-Rückzahlung des Maximalbetrags von 10.000€ braucht man dann z.B. 8 Jahre. Solltest Deine Einkommenssituation nicht so gut aussehen, musst Du niedrigere Raten zahlen, wodurch sich die Zeit der Rückzahlung auch auf 20 Jahre ziehen kann.

 

Kann ich mich von der BAföG-Rückzahlung freistellen lassen?

Wenn Du nur wenig verdienst, kannst Du beantragen, dass Du von der BAföG-Rückzahlung freigestellt wirst. Für diese Berechnung gibt es einen Freibetrag.

Diese Freibeträge gibt es:

  • Darlehensnehmer (also Du): 1.145 €
  • Ehe- oder Lebenspartner: 570 €
  • Für jedes Deiner Kinder: 520 €

 

Wenn Du verheiratet bist, in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebst oder Kinder hast, erhöht sich somit der Freibetrag.

Dein bereinigtes Nettoeinkommen (also Dein Einkommen abzüglich Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und somit das verfügbare Einkommen) minus dem Freibetrag muss höher als 105€ sein, ansonsten werden Deine Raten angepasst. Das bedeutet, dass Deine Rate dann nicht mehr 105€ pro Monat beträgt, sondern vielleicht nur noch 50€.

Beispiel: Ein Single ohne Kind mit einem bereinigten Nettoeinkommen von 1.190€. 1.190 (Einkommen) – 1.145 (Freibetrag) = 45€. Er zahlt somit nur 45€ statt 115€ an Raten.

 

Kannst Du allerdings gar keine Rate zahlen, kannst Du die BAföG-Rückzahlung auch stunden. Das bedeutet, dass Du von der Rückzahlung befreit wirst.

Diese Befreiung muss man beantragen (mit Einkommensnachweisen etc.). Wird die Befreiung akzeptiert, gilt sie für ein Jahr, rückwirkend für 4 Monate. Nach dieser Zeit musst Du einen neuen Antrag stellen. Insgesamt kannst Du aber maximal für 10 Jahre von der BAföG-Rückzahlung befreit werden.

Bitte beachte: Diese Freistellung heißt nicht, dass Dir die Schulden erlassen werden! Sie werden nur aufgeschoben!

Kannst Du Deine Schulden auch nach Ablauf der 30 Jahre nicht zahlen, übernimmt die Bundeshaushaltsordnung. Dann kannst Du einen BAföG-Härtefallantrag stellen. Das zuständige Bundesministerium wird dann darüber entscheiden, ob Du eine weitere Freistellung von der Zahlung bekommst oder Dir die Schulden erlassen werden. Falls Dein Härtefallantrag genehmigt wird, musst Du BAföG nicht zurückzahlen.

 

Ich kann den BAföG-Betrag komplett zurückzahlen. Lohnt sich das?

meinBafög erklärt Dir, wie das mit der BAföG-Rückzahlung auf einen Schlag funktioniert und welche Vorteile das hat

Natürlich ist es auch möglich, das komplette Darlehen auf einen Schlag zurückzuzahlen. Und tatsächlich gibt es einige Fälle, in denen sich das lohnt. Bei der kompletten Rückzahlung kannst Du nämlich einen sehr großen Nachlass auf die BAföG-Rückzahlung bekommen! Dieses Angebot erhältst Du automatisch zu Beginn der Rückzahlungsfrist mit dem Freistellungs- und Rückzahlungsbescheid (FRB).

Der Nachlass ist dabei abhängig von der Höhe Deiner Schulden. Es kann sich dann wirklich lohnen, den Betrag komplett zurückzuzahlen, auch wenn Du dafür einen Kredit aufnehmen musst. Für diesen Erlass musst Du dann einen Antrag beim Bundesverwaltungsamt stellen.

 

 

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Wir haben auch ein Rechen-Beispiel für Dich: Ein Absolvent hat während seines Studiums BAföG empfangen. Mit der Rückzahlung soll er ab dem nächsten Quartal beginnen. Der Absolvent hat insgesamt 9.000 € zurückzuzahlen. Wenn er einen Erlass von 26,4% bekommt, muss er nur noch 6.615 € BAföG zurückzahlen. Sein Grenzzins liegt in diesem Fall bei 9,41%. Das heißt, wenn er 6.615 € auf einmal zurückzahlen, bekommt er einen Erlass von 26,4 %. Mit einem Kredit, der einen niedrigeren Zins als 9,41% beinhaltet, spart er also insgesamt Geld.