Zeitmanagement im Studium

Student macht Zeitmanagement mit den TIpps von meinBafög

Zeitmanagement im Studium

Lesezeit: 6 minuten

Im Studium hat man ja soooviel Zeit… mittlerweile gilt dieser Satz nicht mehr so ganz. Das Studium ist ein Full-Time-Job, dazu kommen Nebenjobs, der Haushalt und noch viel mehr. Vorlesungen, Hausarbeiten, Prüfungen. Und meistens auch noch Alles gleichzeitig! Viele Studenten fühlen sich überfordert und haben kein vernünftiges Zeitmanagement.

 

Hier kommen die besten Tips für’s Zeitmanagement im Studium!

Denn: Wir wollen Euch helfen! Mit Tipps für mehr Produktivität im Studium, entspanntere Lernphasen und weniger Stress.

 

Ziele festlegen

Hierfür gilt es zunächst, die eigenen Ziele festzulegen: Was willst Du dieses Semester erreichen? Wieviele Klausuren und Hausarbeiten willst Du schaffen? Welche persönlichen und privaten Ziele hast Du? Was willst Du im Nebenjob erreichen?

Natürlich sollten diese Ziele nicht utopisch sein. Kaum jemand wird es wohl schaffen, 10 Klausuren zu schreiben, 5 Hausarbeiten abzugeben, in den Urlaub zu fahren, einen Marathon zu laufen, 8 Kilo abzunehmen und Teamleiter beim Nebenjob zu werden.

Tausch Dich doch mal mit Deinen Kommilitonen aus: Wie viele Klausuren wollen die schaffen? Wie viele Klausuren solltest Du schaffen, um im Zeitplan der Hochschule zu bleiben? Damit kannst Du Dir klar werden, wie viel überhaupt machbar ist.

Und hier geht es gleich zum nächsten Punkt:

 

Prioritäten setzen

Das bedeutet, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Schreibe Dir Deine Ziele (auch die kleineren) auf eine Liste und markiere sie mit A, B und C. A steht für besonders wichtig, C für weniger wichtig. Wenn Du über diese Einteilung nachdenkst, wird Dir schon selbst klar, um welche Dinge Du Dich mehr und um welche weniger kümmern solltest.

Diese Liste kannst Du übrigens auch für To-Dos machen! Dadurch wird Dir klarer, wo Deine Prioritäten sind und wie Du sie gestalten sollst.

Außerdem: Setz Dir Deadlines. „Ich arbeite nur unter Zeitdruck effektiv“ – Dieser Satz scheint der Lieblingssatz aller Studenten zu sein. Dann nutz ihn doch! Setz Dir selber Deadlines und arbeite produktiv, weil Du Deine Ziele erreichen willst!

Dadurch schließt direkt der nächste Punkt an:

 

Pläne machen

Schreib Dir jeden Abend einen Zettel mit dem, was Du am nächsten Tag tun und erreichen möchtest. Dadurch hast Du schon mal visualisiert, wie Dein nächster Tag aussieht. Und genau das hält Dich auch davon ab, in den Tag hinein zu leben. Denn morgens nicht „in die Pötte kommen“ ist der größte Zeitfresser für Dein effektives Zeitmanagement. Es gilt also wieder, sich Deadlines zu setzen. Abends kannst Du dann checken, welche To Do’s Du  abgearbeitet hast und diese feiern. Dazu kommen wir aber später noch.

 

Und: das Semester planen!

Alle Studenten nehmen sich in der stressigen Klausurenphase vor, dass nächstes Semester „alles anders“ wird. Das sollte aber auch umgesetzt werden. Am Anfang des Semesters kannst Du schon überblicken, wie Deine Abgabe-Termine sind, wann welche Klausuren anstehen und wann Deine Vorlesungen sind. Unser Tipp: Such Dir einen großen Kalender, den Du über Deinen Schreibtisch hängst. Es sollte zu jedem Tag relativ viel Platz zum Eintragen vorhanden sein. Dort trägst Du Abgabetermine in rot ein. Mit einem grünen Stift schreibst Du auf, für welche Fächer Du an welchen Tagen Tutorien und Vorlesungen hast. Mit einem blauen Stift schreibst Du Dir nun auf, welche Ziele Du in welchem Fach wann erreichen möchtest. Ein Beispiel wäre das Bearbeiten von Aufgaben, das Auswendiglernen von Formeln, das Zusammenfassen des Skripts.

Diesen Plan kannst Du täglich weiterbearbeiten. Wenn Du Dich an die festgesteckten Ziele hältst, wirst Du am Ende des Semesters weniger Stress haben, schließlich hast Du schon am Anfang und in der Mitte des Semesters viel gelernt! Halte Dich strikt an den Plan und erreiche die blauen Ziele. Dadurch entspannst Du Dein gesamtes Semester.

 

Aber Du musst auch: Anfangen! Und anfangen mit dem Zeitmanagement.

Das ist der schwierigste Schritt: Deinen inneren Schweinehund überwinden. Oft stehen Studenten vor dem riesigen Berg an Aufgaben, der vor ihnen liegt, geraten in Panik und machen dann einfach gar nichts mehr. Das ist natürlich das Blödste, was passieren kann. Doch dagegen kannst Du arbeiten.

Beginne damit, Deine Aufgaben in kleine Aufgaben zu unterteilen. Du musst ein Skript zusammenfassen und die Aufgaben dazu lösen? Teil Dir das Skript in Kapitel mit passenden Aufgaben ein. So kannst Du in Schritten jeweils einen Teil des Skripts bearbeiten und kannst Dich über die Teilerfolge freuen. Gleichzeitig solltest Du aber auch überprüfen, welche Aufgaben beim Lernen wirklich wichtig sind, und welche nur als Beschäftigungstherapie gelten.

Außerdem musst Du Dir über Deine Motivation bewusst werden. Wir machen ein kleine Experiment: Schließe die Augen und stell Dir das Gefühl vor, was Du nach dem Beenden Deines Studiums hast. Oder nach dem Schreiben der Klausur. Oder nach der Abgabe der Hausarbeit. Glaub mir: es ist der Wahnsinn! Wenn Du merkst, dass Deine Motivation mal wieder abhauen will, stell Dir einfach vor, wie Du Dich nach Erledigen der Aufgabe fühlen wirst.

 

Gewohnheiten entwickeln

Ein Studium dauert ja nicht nur 2 Wochen, sodass es sich lohnt, Gewohnheiten zu entwickeln. Such Dir feste Zeiten, zu denen Du lernst.

Achte dabei auch darauf, wann Dein Körper am produktivsten ist und wie Deine Leistungskurve aussieht. Manche Menschen können sich morgens um 7 gut konzentrieren, bei vielen ist es aber morgens um 9. Die meisten Menschen haben zwischen 2 und 3 einen Durchhänger, der zwischen 4 und 5 wieder in Produktivität umschlägt. Finde heraus, wie Dein Körper tickt und nutze die produktiven Phasen Deines Körpers!

Ein weiterer Tipp:

 

Achte auf Deine Ernährung

Fettiges und kalorienreiches Essen macht Dich schlapp und müde. Du hast heute viel vor, willst beim Lernen richtig weit kommen? Entscheide Dich für leichtes Essen: Joghurt, Salat mit Pute und Körnern, Nüsse und Obst. Dazu solltest Du genug trinken, was viele besonders beim Lernen oft vergessen. Damit kannst Du Dein Gehirn beim Lernen unterstützen!

Und das hilft Dir auch beim:

 

Positiv denken

Hört sich ätzend an, grade wenn es um Hausarbeiten geht. Aber trotzdem. Eine positive Grundeinstellung wird Dir helfen, entspannter mit Deinem Zeitmanagement und so auch stressfreier mit Lernstress umzugehen.

 

meinBafög hilft Dir mit Deinem Zeitmanagement im Studium

Außerdem gilt:

 

Kein Multitasking

Statt gleichzeitig drei Bücher und zwei Hausarbeiten offen zu haben, konzentriere Dich nacheinander auf die Fächer und Klausuren. Dadurch sparst Du im Endeffekt Zeit!

Finde auch für Dich selber heraus, mit welchem Hintergrund Du am besten lernst. Manche können sich nur konzentrieren, wenn absolute Stille herrscht, andere haben es gerne, wenn sie Hintergrundgeräusche hören, ob es Musik oder die Geräusche in einem Café sind.

Und natürlich:

 

Mach Pausen

Auch wenn Du noch so viel erledigen musst, ohne Pausen kann Dein Gehirn sich neue Dinge nicht merken. Es gibt verschiedenste Techniken und Theorien dazu, wie viele Pausen das Gehirn braucht. Auch hier musst Du wieder Deinen eigenen Weg finden. Ob 25 Minuten – 5 Minuten Pause oder 50 Minuten – 10 Minuten Pause – Du musst Deinen eigenen Rhythmus finden! Sinnvoll ist es, Dein Smartphone während der Konzentrationsphasen auf Lautlos zu stellen. Du hast in der Pause dann wieder Zeit dafür, Messages zu beantworten. Geh in der Pause außerdem auf den Balkon oder öffne das Fenster: Dein Gehirn braucht Sauerstoff!!

Am Ende des Tages:

 

Belohne Dich!

Und damit meine ich nicht, dass Du Dich nach jedem produktiven Lerntag besaufen sollst. Denk Dir aber jeden Morgen etwas aus, was Du nach dem Lerntag tun möchtest, etwas, was Du besonders schön findest und Dich vom Lernen ablenkt. Ob es nun ein entspanntes Bad ist oder Du einen schönen Film schauen willst: such Dir eine kleine Ablenkung als Belohnung!

 

Es muss nicht alles perfekt sein.

Löse Dich davon, dass Deine Hausarbeiten alle perfekt sein müssen und Du zu 100% alles in der Klausur können musst. Natürlich musst Du gut vorbereitet sein. Aber Du solltest auch immer abschätzen, ob sich der Aufwand für jede Arbeit lohnt.

Hierbei hilft dir das Pareto-Prinzip. Diese besagt, dass Du mit 20% Deines Aufwandes 80% Deiner Ergebnisse erreicht. Die anderen 80%, die Du investierst, sind nur noch 20% Deines Ergebnisses. Mit dieser Technik im Hinterkopf fällt es leichter, sich nicht auf Perfektion zu konzentrieren, sondern darauf, möglichst viel positives Ergebnis zu erreichen!

 

Wir hoffen, dass wir Dir ein paar Inspirationen zum Zeitmanagement geben konnten und wünschen Dir viel Erfolg im Studium!!

 

Dein Team von meinBafög