BAföG Rechner und Anrechnung

Der ultimative BAföG Rechner von meinBafög, entwickelt von Wirtschaftsjuristen und BAföG Spezialisten. Hier weißt Du, wie viel Förderung Du bekommst, auch beim AuslandsBAföG

Lesezeit: 23 min

Die Berechnung Deiner BAföG-Förderung ist keine einfache Sache! Denn auf die Höhe des BAföGs haben einige Dinge einen Einfluss: Wo und wie Du wohnst, welche Krankenversicherung Du hast und ob Du einen Nebenjob hast.

Besonders wichtig für die Berechnung ist aber, wie viel Geld Du und Deine Familie besitzt: Also Dein persönliches Vermögen, wie viel Du verdienst und wie viel Deine Eltern verdienen. Bist Du schon verheiratet, dann ist das Einkommen Deiner Partnerin/Deines Partners relevant.

Wir erklären Dir in diesem Beitrag alles Wichtige! Und am Ende stellen wir Dir noch unseren BAföG-Rechner vor!

BAföG-Rechner:

Welchen Einfluss hat das Einkommen meiner Eltern auf meinen BAföG Satz?

Grundsätzlich soll das BAföG in erster Linie die Studenten und Schüler unterstützen, die sich aus finanzieller Sicht ein Studium nicht leisten können. Dabei wird berücksichtigt, ob Eltern oder Adoptiveltern die Studenten und Schüler bei der Ausbildung finanziell unterstützen könnten. Deshalb musst Du, wenn Du Deinen BAföG Antrag ausfüllst, auch ganz genau angeben, was Deine Eltern verdienen.

Die Angaben sind ähnlich aufgebaut wie bei der Einkommenssteuererklärung. Am einfachsten ist es, wenn Du diesen Teil des Antrags mit Deinen Eltern gemeinsam ausfüllst.
Damit das BAföG Amt die Informationen auch nachvollziehen kann und Du das Einkommen beweisen kannst, musst Du nicht das aktuelle Einkommen Deiner Eltern angeben. Sondern Du musst das Einkommen angeben, dass Deine Eltern zwei Jahre vor dem Start des Bewilligungszeitraums verdient haben.

Zusätzlich zu diesen Angaben musst Du dem BAföG Amt noch eine Reihe von Dokumenten mitsenden, die Deine Angaben beweisen.

Sonderfall: Meine Eltern verdienen jetzt viel weniger als vor zwei Jahren

Manchmal kommt es vor, dass ein Elternteil oder auch beide einen anderen Job annehmen, ihren Job verlieren oder aus sonstigen Gründen aktuell weniger Geld verdienen als vor zwei Jahren. Natürlich wäre es dann unfair, wenn Du nun einen niedrigeren BAföG Satz bekommen würdest. Denn Deine Eltern sind schließlich aktuell nicht mehr in der Lage, Dich so gut finanziell zu unterstützen, wie vor zwei Jahren.

Aus diesem Grund gibt es den Aktualisierungsantrag! Füllst Du diesen aus, wird das aktuelle Einkommen Deiner Eltern bei Deinem BAföG Satz berücksichtigt.

Für den Aktualisierungsantrag musst Du Formblatt 7 ausfüllen.

Wie stark wirkt sich das Einkommen meiner Eltern auf meinen BAföG Satz aus?

Wir von meinBafög haben einen BAföG Rechner entwickelt, in dem Du genau sehen kannst, wie hoch Deine BAföG Förderung im Bewilligungszeitraum sein wird.

Hierfür stellst Du den Antrag einfach über meinBafög und kannst dann während der Eingabe genau sehen, welche Angabe sich wie auf Deinen BAföG Höchstsatz auswirkt.

Beispielrechnung vom BAföG Rechner von meinBafög

Welche Freibeträge gibt es?

Deine Eltern müssen natürlich nicht ihr ganzes Einkommen dafür verwenden, um Dir Dein Studium zu ermöglichen. Deshalb gibt es Freibeträge, die bei der Berechnung des Höchstsatzes anrechnungsfrei bleiben.
Die Höhe der Freibeträge ist davon abhängig, ob Deine Eltern zusammen leben, verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft sind oder getrennt sind. Zusammen lebende Eltern haben gemeinsam einen Freibetrag von 1.835€ pro Monat. Sind sie getrennt, liegt der Freibetrag jeweils bei 1.225€ pro Monat. Dieser Freibetrag gilt auch für Deine Ehefrau/Deinen Ehemann.

Sind Deine Eltern neu verheiratet, hast Du also eine Stiefmutter oder einen Stiefvater, erhöht sich der Freibetrag für Dein neu verheiratetes Elternteil um weitere 610€. Deine Stiefeltern selbst sind übrigens Dir gegenüber nicht unterhaltsverpflichtet.
Das Einkommen, was über diesen Freibeträgen liegt, wird nicht komplett Deinem BAföG Höchstsatz angerechnet, sondern nur zu bestimmten Teilen.

Meine Eltern zahlen mir Unterhalt – verringert dieser meinen BAföG Höchstsatz?

Viele Studenten und Schüler bekommen Unterhalt. Gründe sind meist, dass die Eltern getrennt sind oder eine Einigung mit den Kindern über diese Zahlung haben.
Der Unterhalt ist bei der Berechnung Deines Höchstsatzes nicht relevant. Du musst ihn nirgendwo angeben und er verringert auch keine Zahlungen vom BAföG Amt.

Allerdings gibt es Freibeträge für Deine Geschwister, wenn diese noch unterhaltsberechtigt sind. Der Freibetrag liegt bei 555€. Deshalb musst Du beim BAföG Antrag auch angeben, ob Deine Geschwister noch zuhause wohnen oder sich in einer Ausbildung befinden.

Informationen zu Deiner eigenen Einkommensanrechnung findest Du hier.

Wann hat das Einkommen meiner Eltern keinen Einfluss auf meinen BAföG Satz?

Es gibt einen Sonderfall, in dem das Einkommen der Eltern keinen Einfluss auf Deinen BAföG Höchstsatz hat. Dies ist der Fall beim elternunabhängigen BAföG.
Hierbei wird nur Dein eigenes Einkommen in die Berechnung des BAföG Satzes einbezogen. Für elternunabhängiges BAföG musst Du einige Voraussetzungen erfüllen. Diese beziehen sich auf die Ausbildungsart und Deinen vorherigen Lebenslauf. Hast Du z.B. schon mehr als 5 Jahre gearbeitet, hast Du Anspruch auf elternunabhängiges BAföG.

Alle weiteren Infos zum elternunabhängigen BAföG findest Du hier.

 

Ist das Einkommen der Eltern auch beim AuslandsBAföG relevant?

Egal, ob Du BAföG als Student, Schüler, im Praktikum, der Ausbildung oder fürs Ausland beantragst: das Einkommen Deiner Eltern ist dabei immer relevant (außer beim elternunabhängigen BAföG).

Es gibt allerdings höhere Chancen, AuslandsBAföG zu erhalten. Dies liegt daran, dass beim AuslandsBAföG weitere Förderungen gibt, wie z.B. einen Auslandszuschlag, Zuschüsse zu Krankenversicherung, Fahrtkosten und Studiengebühren.

Den Antrag auf AuslandsBAföG solltest Du also auf jeden Fall stellen, auch wenn Du im Inland kein BAföG bekommst!

Welchen Einfluss hat das Einkommen meines Ehepartners?

Bist Du schon verheiratet, musst Du das Einkommen Deiner Ehefrau, bzw. Deines Ehemannes angeben. Das Gleiche gilt, wenn Ihr in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt.
Für das Einkommen Deines Ehegatten gibt es natürlich auch einen Freibetrag, dieser liegt bei 1.225€ pro Monat. Nur das Einkommen, das über diesem Freibetrag liegt, wird anteilig angerechnet. Alles also genauso wie beim Einkommen Deiner Eltern.

Der einzige Unterschied zwischen dem Einkommen Deiner Eltern und dem Deines Ehegatten besteht darin, dass zunächst das Einkommen Deines Ehegatten angerechnet wird und dann das Deiner Eltern.

BAföG und Nebenjob – darf ich das überhaupt?

Klar darfst Du das! Schließlich ist es in den meisten Städten sehr schwierig, nur von der BAföG-Förderung Miete, Essen, den Semesterbeitrag und alles Lebensnotwendige bezahlen zu können. Deshalb ist ein Nebenjob meist notwendig, auch wenn Du bereits BAföG erhältst.

Du musst Dich nur an ein paar Regeln halten, denn für Dein Einkommen, das Du maximal verdienen darfst, gibt es eine Obergrenze, oder auch Freibetrag. Darüber hinaus wird Dein Verdienst auf Deine Förderung angerechnet, dass heißt, dass Dein BAföG darüber hinaus gekürzt wird.

Wie funktioniert das mit dem Freibetrag beim BAföG?

Das Einkommen, das Du verdienst, bezieht sich auf den Bewilligungszeitraum. Das ist der Zeitraum, für den Du BAföG beantragst. Meistens startet der Bewilligungszeitraum mit dem Beginn des Semesters und geht über 12 Monate. In diesem Zeitraum bekommst Du monatlich Dein BAföG ausgezahlt.

Beim BAföG-Antrag musst Du angeben, wie viel Einkommen Du im Bewilligungszeitraum haben wirst. Die Angaben beziehen sich auf den Bewilligungszeitraum. Das bedeutet, dass Du dort keine Angaben über Dein monatliches Einkommen machst, sondern das Einkommen des Jahres insgesamt angibst. Es ist wichtig, dass Du Deine Einnahmen brutto, also ohne Abzug von Steuern oder Sozialabgaben, aufführst.

Für dieses gesamte Jahr gibt es einen Freibetrag, den Du mit Deinem Nebenjob neben dem BAföG nicht überschreiten darfst.

Wie hoch ist der Freibetrag für meinen Nebenjob beim BAföG?

Student zählt BAföG Förderung

Der Freibetrag für Deinen Nebenverdienst setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen. Praktischerweise sprechen die meisten Webseiten davon, dass Du 450€ im Monat verdienen darfst. Hier wollen wir Dir einmal vorrechnen, wie diese 450€ im Monat zustande kommen.

Für einen Zeitraum von einem Jahr beträgt der Freibetrag für Einkünfte aus einem Nebenjob grundsätzlich 3.480€ (290€ im Monat). Zusätzlich wird eine Pauschale für Werbungskosten berücksichtigt (1000€ für 1 Jahr) und Beiträge zu den Sozialabgaben (21,3%).

Was sind Werbungskosten? Werbungskosten sind Aufwendungen, die Du für Deinen Nebenjob oder Deine Ausbildung hast. Dazu gehören z.B. eine Schürze, wenn Du kellnerst oder Gesetzesbücher, wenn Du Jura studierst. Damit Du nicht alles einzeln aufführen und für alles Quittungen sammeln musst, gibt es eine Werbungskostenpauschale.

 

Was sind Sozialabgaben? Sozialabgaben sind Beiträge zu Versicherungen, die der sozialen Absicherung dienen (z.B. Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen und Krankenversicherung).

Du fühlst Dich durch Deinen BAföG-Bescheid ungerecht behandelt?

Dann kannst Du Dich mit einem Widerspruch wehren.

Mehr zum Widerspruch erfahren!

Der tatsächliche Betrag, den Du im Rahmen eines Minijobs verdienen darfst berechnet sich wie folgt:

Im Jahr Im Monat
Freibetrag laut Gesetz 3.480,00€ 290,00€
+ Werbungskostenpauschale + 1.000,00€ + 83,33€
= Zwischensumme = 4.480,00€ = 373,33€
+ 21,3 % Sozialabgaben + 954,24€ + 79,52€
= tatsächlicher Freibetrag = 5.434,24€ = 452,85€

Wie hoch ist der Freibetrag, wenn ich selbstständig als Freiberufler oder auf Gewerbeschein tätig bin?

Für Dich als Auszubildenden gilt immer die selbe Formel zur Berechnung des Freibetrages. Anders sieht es bei Deinen Eltern bzw. Deinem/r Ehegatten/-in aus. Hierzu erfährst Du mehr in unserem anderen Artikel. Zum Artikel gelangst Du hier.

 

BAföG und Nebenjob – was passiert, wenn ich den Freibetrag überschreite?

Prinzipiell kannst Du während des BAföG Bezugs bei Deinem Nebenjob natürlich so viel verdienen, wie Du möchtest. Aber wenn Du den Freibetrag überschreitest, wird dieser Betrag von Deinem BAföG abgezogen.

Auch hier haben wir ein Beispiel für Dich:

Gehen wir von der oben aufgeführten Berechnung aus: Du hast einen Nebenjob und einen Freibetrag von 452,85€ im Monat. Du verdienst allerdings pro Monat 500€.

Betrag, den Du verdienst 500€
abzgl. Sozialabgaben (21,3%) – 87,80€
abzgl. Werbungskostenpauschale – 83,33€
= anzurechnendes Einkommen = 328,87€
Freibetrag = 290€
= übersteigender Teil des Freibetrages = 38,87€ -> wird vom BAföG abgezogen

 

Noch ein kleiner Tipp:

Wenn Du in der Familienversicherung versichert bist, musst Du darauf achten, dass Du nicht mehr als 425€ im Monat verdienen darfst. Denn sonst rutschst Du in die gesetzliche Krankenversicherung. Alle weiteren Infos findest Du in unserem Artikel zur Krankenversicherung.

Du hast Kinderbetreuungskosten bei Deinem BAföG?

Dann kannst Du diesen Betrag zusätzlich von Deinem Einkommen abziehen. Dieser Betrag mindert Dein Einkommen, sodass es den Freibetrag geringer übersteigt.

BAföG und Nebenjob – was gilt noch als Einkommen?

Studentin sammelt BAföG im Sparschwein

Als Einkommen gilt neben dem BAföG nicht nur ein Nebenjob oder Deine selbstständige Tätigkeit. Sondern auch Einkünfte aus Kapitalvermögen mindern Dein BAföG, wenn sie den Freibetrag übersteigen. Hier kannst Du allerdings auch den Sparerpauschbetrag abziehen, so wie beim Nebenjob die Werbungskosten.

Du machst eine Ausbildung und bekommst Gehalt? Dieses wird voll auf Dein BAföG angerechnet. Hier gibt es also keinen Freibetrag.

Auch eine Waisenrente oder Waisengelder gelten als Einkommen. Diese mindert im Zweifel also Deinen BAföG-Höchstsatz. Allerdings gibt es auch hier einen Freibetrag. Dieser Freibetrag für die Waisenrente liegt bei 195€, wenn Du eine Berufsfachschule oder (Fach)Schulklasse besuchst, die eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt. Du bist nicht auf so einer Schule oder giltst als Student? Dann liegt dieser Freibetrag bei 140€.

Wenn Du Unterhalt von Deinen Eltern oder von Deiner Ehefrau/Deinem Ehemann bekommst, wird dieser Unterhalt allerdings nicht angerechnet. Du musst ihn auch im Antrag nicht angeben.

Du warst schon einmal verheiratet und bekommst Unterhalt von Deinem geschiedenen Ehemann/Ehefrau? Dieser Unterhalt muss allerdings angegeben werden und mindert unter Umständen Deine Förderung.

Steuerfreie Einnahmen oder der Nebenverdienst, der sich nicht auf Dein BAföG auswirkt

Es gibt allerdings auch Nebenjobs, die sich erst bei höheren Beträgen auf Dein BAföG auswirken. Das sind die Nebenjobs, die auch als steuerfrei gelten. Diese werden als „Übungsleiterpauschale“ betitelt. Wenn Du für eine gemeinnützige Organisation arbeitest oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts unterstützt, gilt dies als steuerfreie Einnahme. Dazu gehört, wenn Du als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer arbeitest. Auch die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen, sowie künstlerische Tätigkeiten fallen unter das Gesetz.

Du unterrichtest neben Deinem Studium an einer Volkshochschule oder bist Übungsleiter in einem Sportverein? Dann gilt diese Pauschale für Dich!

Achtung:Übungsleitertätigkeiten in einem Fitnesstudio, genauso wie das Unterrichten an einer privaten Nachhilfeschule fallen nicht unter diese Pauschale. Denn hier ist das Ziel der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens, sodass diese nicht als gemeinnützig gelten.

Die Pauschale beträgt 2.400€ im Jahr. Deine Einnahmen bis zu diesem Betrag können Deinen BAföG-Bezug somit nicht schmälern. Einnahmen über diesen Betrag hinaus müssen versteuert werden, genauso wie sie dann als Einkommen angerechnet werden.

Ein Beispiel zu steuerfreien Einnahmen, die sich nicht auf Dein BAföG auswirken:

Beispiel 1: Du verdienst im Jahr 2.000€ als Übungsleiter in einem öffentlichen Turnverein. Zusätzlich verdienst Du 450€ monatlich, und somit 5.400€ jährlich in einem Restaurant, in dem Du kellnerst.-> Dein Freibetrag für Nebenverdienste liegt bei 5.434,24€ im Jahr. Eigentlich müssten die übrigen 1.965,76€ Deine BAföG-Förderung schmälern. Allerdings sind diese Einnahmen als Übungsleitertätigkeiten entstanden und fallen so bis 2.400€ im Jahr unter die Übungsleiterpauschale.

 

Beispiel 2: Du verdienst im Jahr 2.500€ als Übungsleiter in einem öffentlichen Turnverein. Zudem verdienst Du 450€ monatlich, und somit 5.400€ jährlich in einem Restaurant, in dem Du kellnerst.-> Dein Freibetrag für Nebenverdienste liegt bei 5.434,24€ monatlich. Diese werden fast komplett „aufgebraucht“ durch Deinen 450€-Job. Von den 2.500€ als Übungsleiter sind 2.400€ steuerfrei. Von den restlichen 100 € (2.500 – 2.400) sind 34,24 € steuerfrei (5.434,24€ Freibetrag – 5.400€ Verdienst). Der Rest (100 – 34,24 = 65,76€) schmälern Deinen BAföG-Höchstsatz.

BAföG und Nebenjob – Veränderungen beim Einkommen

Oft bekommen wir die Frage gestellt, wie Antragsteller denn ihr Einkommen angeben sollen, wenn dieses noch unsicher ist. Oder was passiert, wenn sich das angegebene Einkommen verändert.
Zunächst ist es wichtig, dass Du bei der Angabe Deines Einkommens absolut ehrlich bist. Versuchst Du zu flunkern und machst wissentlich falsche Angaben, fällt dies unter BAföG-Betrug, der verboten ist und verfolgt wird.
Natürlich kann das zukünftige Einkommen nicht immer genau angeben werden. Trotzdem kannst Du abschätzen, wie viel Du bei Deinem Nebenjob verdienen wirst.

Ganz wichtig: Wenn sich das Einkommen, das Du in Deinen Formblättern angegeben hast, verändert, musst Du dies dem BAföG-Amt mitteilen!! Dafür kannst Du einfach formlos dem Amt einen Brief schreiben, in dem Du die Änderungen beschreibst. Achte darauf Deine Förderungsnummer auf den Brief zu schreiben!

Irrglaube bei Veränderungen des Einkommens

Viele Studenten und Schüler gehen davon aus, dass es sinnvoller ist, bei Unsicherheiten beim Einkommen lieber pessimistisch zu sein. Somit geben diese ein niedrigeres Einkommen an, als erwartet wird. Von dieser Taktik ist abzuraten!!!

Am Ende des Bewilligungszeitraums wird ermittelt, wie hoch Dein Einkommen tatsächlich war. Falls Dein Einkommen niedriger war, als Du angegeben hast, bekommst Du eventuell eine Rückzahlung. Falls es höher war, als Du angegeben hast, kommen Schulden auf Dich zu, denn dann musst Du den Teil der Förderung, der den Dir zustehenden Teil übersteigt, zurückzahlen!

Änderungen dem Amt mitzuteilen ist nicht nur Deine Verpflichtung als BAföG-Empfänger, sondern schützt Dich auch.

Wie funktioniert das mit der Rückzahlung bei Änderungen des Nebenjobs?

Einige Websites sprechen davon, dass Du „auf jeden Fall Geld zurückbekommst“, sollte Dein Einkommen niedriger sein als im BAföG-Antrag angegeben. Doch auch dies ist keine richtige Aussage. Denn eine Änderung des Bescheids erfolgt zugunsten von Dir rückwirkend für höchstens 3 Monate.

Dein Einkommen wird geringer und Du teilst dies dem BAföG-Amt mit? Dann bekommst Du eine Rückzahlung nur für 3 Monate, falls das geringe Einkommen in diesen 3 Monaten schon bestand. In Zukunft bekommst Du dann eine höhere BAföG-Förderung.

Dein Einkommen wird höher und Du solltest weniger BAföG bekommen? Dies geschieht ab dem Monat, ab dem Dein Einkommen sich erhöht hat (somit könnte es sein, dass Du dem BAföG-Amt Geld zurückzahlen musst).

BAföG und das Vermögen

Wenn Du BAföG beantragst, dann wird zuerst gecheckt, wie viel Vermögen Du besitzt. Besitzt Du „zu viel“, dann sollst Du dieses Vermögen zunächst „verbrauchen“, bevor Du Anspruch auf staatliche Leistungen hast.

Was gilt als Vermögen beim BAföG Antrag?

Im Grunde gehören alle körperlichen Gegenstände zum Vermögen, wenn Du diese nicht verwerten darfst. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Nicht verwerten bedeutet, dass zum Beispiel ein Veräußerungsverbot oder eine Verpfändung auf diese Sache vorliegt.
Alle anderen Vermögensgegenstände sind anrechenbar. In der folgenden Liste findest Du alle anrechenbaren Vermögensgegenstände. Im folgenden Text gibt es dann weitere Erläuterungen zu den Positionen und Erklärungen, wann die Sachen NICHT als Vermögen gelten. Denn natürlich geben wir Dir auch Tipps, wie Dein Vermögen nicht als Vermögen gilt und somit Deinen BAföG Höchstsatz verkleinert.

Das Vermögen, das Du beim BAföG Antrag angeben musst:

Barvermögen Im BAföG Antrag musst Du angeben, wie viel Bargeld Du zurzeit hast: also einmal das Sparschwein schlachten und unterm Kissen die Scheine zählen!
Bank- und Sparguthaben Neben dem Bargeld braucht das BAföG Amt genaue Information darüber, wie viel Geld Du auf Deinem Konto hast.
Bauspar- und Prämiensparguthaben, Riester-Rente Du hast einen Bausparvertrag, eine Riester-Rente oder ähnliches Guthaben? Den aktuellen Wert dieses Vertrags musst Du angeben.
Kraftfahrzeuge Du hast ein Auto, einen Roller oder ein Motorrad? Den aktuellen Wert dieses Fahrzeugs will das Amt von Dir wissen. Weiter unten im Text erklären wir Dir, wann Dein Fahrzeug NICHT als Vermögen gilt!
Gegenstände Gegenstände können beweglich oder unbeweglich sein. Allerdings zählen Haushaltsgegenstände nicht zu Deinem Vermögen! Deine Möbel, Haushaltsgeräte, Dein Fernseher und Radio, Dein Handy und Deine Musikinstrumente brauchst Du also nicht zum Vermögen zählen.
Immobilien, Grundstücke, Mieteigentumsanteile

 

Egal, ob Du Dir eine Immobilie schon selbst erarbeitet hast oder geerbt hast – eine Immobilie gilt als Vermögen! Auch wenn Du in einer Erbengemeinschaft eine Immobilie besitzt, muss Dein Teil des Erbes nachgewiesen und angegeben werden.
Geschäftsanteile, Wertpapiere, Lebensversicherungen

 

All diese Dinge sind Vermögen. Du musst den aktuellen Wert ermitteln und diese im Antrag angeben.
Mietsicherheit Die Mietsicherheit oder auch Kaution ist Vermögen. Allerdings kann diese im Härtefall freigestellt werden. Weitere Infos dazu gibt es weiter unten im Text.
Forderungen gegenüber Dritten oder auch: Geld oder Gegenstände, die Dir andere Schulden. Natürlich musst Du diese Forderungen belegen können.

Alle Vermögensgegenstände müssen mit dem aktuellen Zeitwert angegeben werden.

Nicht als Vermögen gelten übrigens Nießbrauchrechte, Rechte auf Versorgungsbezüge und Übergangsbeihilfen nach dem Soldatenversorungsgesetz, sowie Wiedereingliederungsbeihilfe.

Und wann verringert dieses Vermögen meinen BAföG Höchstsatz?

Wie auch für das Einkommen Deiner Eltern und Dein eigenes Einkommen gibt es auch beim Vermögen einen Freibetrag beim BAföG Bezug.
Dieser liegt bei 7.500€. Bist Du verheiratet oder lebst in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, gibt es für Deinen Ehegatten einen weiteren Freibetrag von 2.100€. Und wenn Du Kinder hast, bleiben noch einmal 2.100€ Deines Vermögens anrechnungsfrei.
Hast Du mehr Vermögen als den Freibetrag von 7.500€ und willst BAföG beantragen, schmälert der Betrag, der die 7.500€ übersteigt, Deinen BAföG Höchstsatz. Dabei wird die Summe, die den Freibetrag übersteigt, durch die Anzahl der Monate im Bewilligungszeitraum geteilt. Das Ergebnis ist der Betrag, der jeden Monat Deine BAföG Förderung verringert.

Ein Beispiel zum Überschreiten des Freibetrags beim BAföG Vermögensnachweis:

Julia möchte in Hamburg studieren und stellt deshalb ihren Antrag auf BAföG. Der Bewilligungszeitraum ist 12 Monate lang.
Julia hat Geld gespart und besitzt außerdem ein Motorrad. Das Motorrad hat einen aktuellen Wert von 6.000€ und ihr Sparbuch weist 4.000€ auf. Insgesamt besitzt Julia also Vermögen in Höhe von 10.000€. Abzüglich des Freibetrags von 7500€ bleibt ein anrechenbares Vermögen von 2.500€ übrig.

Vermögen von Julia 10.000 €
– Freibetrag -7.500 €
= übriges Vermögen 2.500 €

Dieser anrechenbare Betrag von 2.500€ wird nun durch die Anzahl der Monate im Bewilligungszeitraum geteilt.

anrechenbares Vermögen von Julia 2.500 €
: 12 Monate (Bewilligungszeitraum) : 12
= monatlich abzuziehender Betrag 208,33 €

Pro Monat schmälert Julia’s Vermögen also ihren BAföG Höchstsatz um 208,33 €.
Warum ist das so? Der Grund für dieses Vorgehen bei der Vermögensanrechnung beim BAföG Bezug ist, dass Studenten und Schüler zunächst das Vermögen, das sie besitzen, für ihr Studium aufbrauchen sollen, bevor sie Unterstützung vom Staat bekommen.
Diese Rechnung gilt sowohl für StudentenBAföG, SchülerBAföG, BAföG im Praktikum als auch für elternunabhängiges BAföG.

Das Vermögen beim BAföG Folgeantrag

Du hast bereits studiert und stellst jetzt Deinen Folgeantrag auf BAföG? Das Verfahren für die Anrechnung des Vermögens ist wieder genau das gleiche wie beim Erstantrag. Das BAföG Amt will wieder, dass Du zunächst Dein eigenes Vermögen aufbrauchst, bevor Du durch staatlichen Zuschuss gefördert wirst.

Beispiel zum Überschreiten des Freibetrags beim BAföG Vermögensnachweis beim Folgeantrag:

Julia hat ein Jahr erfolgreich in Hamburg studiert und nun ist es Zeit, dass sie ihren Folgeantrag auf BAföG stellt.
Ihr Motorrad gibt es immer noch, der Zeitwert liegt nun bei 5.000€. Das Geld auf ihrem Sparbuch ist auch etwas weniger geworden, dort liegen jetzt noch 3.000€. Insgesamt beläuft sich ihr Vermögen also auf 8.000€. Abzüglich des Freibetrags von 7500€ bleibt ein anrechenbares Vermögen von 500€ übrig.

Vermögen von Julia 8.000 €
– Freibetrag – 7.500 €
= übriges Vermögen 500 €

Dieser anrechenbare Betrag von 2.500€ wird nun durch die Anzahl der Monate im Bewilligungszeitraum geteilt.

anrechenbares Vermögen von Julia 500 €
: 12 Monate (Bewilligungszeitraum) : 12
= monatlich abzuziehender Betrag 41,67 €

Pro Monat schmälert Julia’s Vermögen beim Folgeantrag also ihren BAföG Höchstsatz um 41,67 €.

Spezialfälle oder: Wann gilt Vermögen nicht als Vermögen beim BAföG Antrag?

Natürlich wollen wir Dir nicht nur oberflächlich Informationen darüber geben, welche Angaben Du in Deinem BAföG Antrag machen musst, sondern Dir auch helfen, Deine Vermögensgegenstände richtig einzuordnen. Deshalb erklären wir Dir nun die Spezialfälle beim BAföG Vermögensnachweis.

Das Auto/Fahrzeug als Spezialfall beim BAföG Vermögensnachweis

Für den BAföG Vermögensnachweis beim Auto musst Du den Zeitwert Deines Autos ermitteln lassen. Dies geht durch den netto Händlereinkaufspreis. Ansonsten brauchst Du ein Gutachten, um den Vermögenswert des Autos zu berechnen. Frag einfach mal bei der Autowerkstatt Deines Vertrauens nach oder lass dieses Gutachten über den ADAC erstellen. Das Amt prüft eine Einschätzung ohne Gutachten auf Plausibilität. Hattest Du einen Unfall und Dein Auto liegt dadurch unter dem Listenwert, lohnt es sich, ein Gutachten machen zu lassen.

Wann ist ein Auto Dein Auto?

Hier stellt sich die Frage nach dem Eigentümer des Autos. Dein Auto gehört Dir, wenn Du den Kaufvertrag unterschrieben hast. Auch wenn das Auto auf Dich zugelassen ist und die Versicherung auf Deinen Namen läuft, bist Du Besitzer des Autos.
Wenn Deine Eltern Dir das Auto gekauft haben, weder die Versicherung noch der Fahrzeugbrief oder die Zulassung auf Dich läuft, gehört Dir das Auto NICHT und gehört somit auch nicht zu Deinem Vermögen.
Ein weiterer Spezialfall besteht, wenn Du das Auto geleast oder gemietet hast. Dann wird das Fahrzeug nicht als Vermögen angerechnet.
Das Auto ist noch nicht komplett bezahlt? Dann gilt das Auto zunächst mit seinem Zeitwert als Vermögen. Abgezogen davon wird dann aber die Restdarlehensschuld.

Die Härtefallregelung – die Freistellung des Autos vom Vermögen

Wenn Du Dein Auto zwingend brauchst, um zur Uni zu kommen, ist es für Dein Studium zwingend erforderlich. Dann kannst Du Dein Auto von der Vermögensberechnung freistellen. Allerdings musst Du diesen Spezialfall nachweisen.

Alle Angaben zum Auto gelten genauso für Motorräder oder andere Fahrzeuge!

Die Mietkaution als Spezialfall beim BAföG Vermögensnachweis

Die Mietkaution oder Mietsicherheit ist das Geld, was Du Deinem Vermieter am Anfang Deiner Mietzeit überweist. Manchmal legst Du die Kaution auch auf Deinen Namen an, dann stellt sie Vermögen dar. Legt Dein Vermieter die Kaution an, gilt diese als Forderung gegen der Vermieter, schließlich bekommst Du das Geld ja wieder, wenn Du aus der Wohnung ausziehst.
Allerdings ist die Mietkaution ein Spezialfall, denn das Geld kannst nicht einfach so „verwertet“ werden. Du kannst das Geld ja nur für Dein Studium benutzen, wenn Du aus der Wohnung ausziehen würdest. Und wenn Du dann in eine neue Wohnung ziehst, musst Du auch wieder eine Kaution hinterlegen.
Aus diesem Grund kannst Du für Deine Mietkaution einen Härtefall-Antrag stellen.

Die Riester-Rente als Spezialfall bei der BAföG Vermögensanrechnung

Die Riester-Rente muss beim BAföG Antrag in Höhe des aktuell angesparten Vermögens angegeben werden.
Pro Jahr darfst Du einen bestimmten Betrag von der Steuer absetzen – und dieser Betrag ist als Freibetrag vom Vermögen freigestellt. Die genauen Zahlen findest Du in der folgenden Tabelle. Hast Du also schon seit 2002 eine Riester Rente angespart, kannst Du für das Jahr 2002 525€ freistellen, für 2003 wieder 525€, für 2004 1.050€ und so weiter. Deinen persönlichen Freibetrag kannst Du Dir so errechnen.

Kalenderjahr Jährlicher Höchstbetrag
2002 und 2003 525 Euro
2004 und 2005 1.050 Euro
2006 und 2007 1.575 Euro
ab 2008 2.100 Euro

Achtung: Wenn Du Deinen Riestervertrag kündigst, ist das freigewordene Geld ganz normales Vermögen.

 

Lebensversicherung und Bausparvertrag als Spezialfall beim BAföG Vermögensnachweis

Normalerweise sind Lebensversicherungen und Bausparverträge angespartes Geld, das erst in einigen Jahren ausgezahlt werden soll. Allerdings gehört dieses Geld trotzdem zu Deinem Vermögen, schließlich kannst Du diese Art von Verträgen auch auflösen und das Geld nutzen.
Nur wenn der Rückkaufwert der Versicherung geringer ist als die Summe aller eingezahlten Beiträge, kann der Vertrag von der BAföG Vermögensanrechnung freigestellt werden.
Musst Du Deine Lebensversicherung oder Deinen Bausparvertrag auflösen, kannst Du 10% des Werts als Unkosten von diesem Vermögen abziehen. Diese 10% werden automatisch durch das BAföG Amt abgezogen. Du kannst aber auch noch mehr Kosten nachweisen, z.B. aufgrund der steuerlichen Behandlung oder der Prämie, die Dir durch die Auflösung abhanden kommt.

Die Eigentumswohnung oder das Haus als Spezialfall beim BAföG Vermögensnachweis

Du hast ein Haus oder eine Eigentumswohnung, die Du selbst bewohnst? Natürlich gilt diese Immobilie als Vermögen. Allerdings gibt es auch hier bestimmte Regeln und Freibeträge, sodass Deine Immobilie nicht als Vermögen gilt.
Und zwar gibt es dafür eine Liste mit Quadratmetern, die ein Haus oder eine Wohnung haben darf, um nicht als Vermögen angerechnet zu werden.
Trotzdem musst Du den Wert der Immobilie angeben. Nur kannst Du gleich mit dem BAföG Antrag den Härtefall-Antrag an das BAföG Amt schicken.

FREIBETRAG FÜR EIN-/ ZWEIFAMILIENHAUS EIGENTUMSWOHNUNG
Alleinstehende 70 m² 60 m²
Haushalt mit 2 Familienangehörigen 90 m² 80 m²
Haushalt mit 3 Familienangehörigen 110 m² 100 m²
Haushalt mit 4 Familienangehörigen 130 m² 120 m²
Weitere Haushaltsmitlieder Für jedes zum Familienhaushalt gehörende Mitglied erhöht sich die Wohnfläche um 20 m²

Miteigentümer an gemeinschaftlichen Immobilien – Spezialfall beim BAföG Vermögensnachweis

Der Fall, dass Du Miteigentümer an einer Immobilie bist, kommt meistens bei Erbengemeinschaften vor. Dann besitzt Du nur einen Teil einer Immobilie. Dieser Teil gilt als Vermögen und Du musst ihn bei Deinem BAföG Antrag angeben. Allerdings muss dieses Vermögen auch verwertbar sein. Das bedeutet, dass Du in der Lage sein musst, es zu verkaufen. Und genau dieser Fall ist nicht immer so einfach. Denn eine Person, die nicht mit zur Erbengemeinschaft gehört, wird selten einen Bruchteil einer Immobilie kaufen, außer dieser Teil ist eine eigene Wohnung. In Betracht kommen somit Deine Miterben und Miteigentümer, die Dich auszahlen können.
Funktioniert der Verkauf nicht, kannst Du einen Härtefall Antrag stellen, sodass dieses Vermögen nicht angerechnet wird. Du musst jedoch genau nachweisen, warum Du Dein Vermögen nicht liquidieren konntest.

Vermögen, von dem Du nichts weißt

Manchmal kommt es tatsächlich vor: Du hast Vermögen und gar keine Ahnung davon. Hört sich komisch an? Klar, aber machmal kommt es vor, dass Deine Familienmitglieder für Dich auf einem Konto Geld gespart haben. Du bist dann Inhaber dieses Kontos, auch wenn Du nichts davon weißt. Doch auch dieses Vermögen ist Vermögen, das Du angeben musst.

Du solltest also während Du Deinen BAföG Antrag stellst, Deine engen Angehörigen nach so einem Sparbuch fragen. Auch Paten richten gerne solche Konten ein! Ärgerlich wäre es schließlich, wenn das BAföG Amt beim Datenabgleich dieses Vermögen findet und Dich des BAföG Betrugs bezichtigt.
Ein Spezialfall besteht, wenn das Konto durch Deine Angehörigen zwar für Dich gefüllt wurde, aber Du keine Verfügung über dieses Sparbuch hast. Denn dann bist Du nicht verfügungsberechtigt und kannst nicht an das Geld kommen, auch wenn das Konto auf Deinem Namen läuft.

Was passiert mit meinen Schulden beim BAföG Vermögensnachweis?

Schulden sind Verbindlichkeiten, die Du anderen Personen gegenüber hast. Dazu gehören sowohl die noch fälligen Raten eines Autos, als auch Geld, dass Du Deinen Verwandten und Freunden schuldest. Aber auch ein Studienkredit, Bildungskredit und auch das BAföG Bankdarlehen gehört dazu, wenn Du schon einmal BAföG bezogen hast. Das BAföG Staatsdarlehen zählt jedoch nicht dazu!
Noch einmal ein kurzer Exkurs: Das Staatsdarlehen ist die Hälfte Deiner BAföG Förderung, die Du ganz normal in Deiner Regelstudienzeit bekommst. Das BAföG Bankdarlehen ist ein Darlehen, das Du über Deine Regelstudienzeit hinaus bekommen kannst, das aber verzinst wird und von dem Du keinen Teil geschenkt bekommst.
Hast Du zu viel BAföG bekommen und das BAföG Amt fordert eine Rückforderung, gilt diese auch als Schulden. Aber auch Rückforderungen von Spar- und Bausparprämien oder Verbindlichkeiten durch die Nachversteuerung von Bausparverträgen gelten als Lasten und verringern somit Deinen BAföG Höchstsatz.

Warum ist es so wichtig, beim BAföG Antrag richtige Angaben zu machen?

Das BAföG Amt führt einen sogenannten Datenabgleich durch. Dabei prüft es, ob die Angaben, die Du zu Deinem Vermögen gemacht hast, auch richtig sind.
Kommt es Dir dabei auf die Schliche, dass Du wissentlich oder auch unwissentlich falsche Angaben gemacht hast, gilt dies als BAföG Betrug und dies ist kein Kavaliersdelikt. BAföG Betrug kann hohe Bußgelder nach sich ziehen.
Zum BAföG Betrug gehören auch rechtsmissbräuchliche Verbindlichkeiten. Das sind Verbindlichkeiten ohne nennenswerte Gegenleistung, z.B. wenn Du einen fiktiven Darlehensvertrag mit Deinen Großeltern eingehst, um Deine Schulden zu erhöhen und somit Deinen BAföG Höchstsatz zu steigern.
Ein Darlehensvertrag muss schriftlich geschlossen werden und es muss einen Ratenzahlungsplan geben, der auch eingehalten wird!

Eine Möglichkeit, Dein Vermögen zu verringern, wäre zum Beispiel, dieses Vermögen zu verkaufen und dann für Haushaltsgegenstände auszugeben, die nicht als Vermögen gelten. Sinnvoll ist natürlich, einen solchen Schritt sorgfältig und frühzeitig zu planen.
Wenn Du Dein Vermögen einfach an Deine Verwandten oder Freunde überträgst und verschenkst, gilt dies als rechtsmissbräuchlich und das Vermögen wird als Deins angesehen. Das passiert bei allen Schenkungen der letzten 10 Jahre.

Du willst BAföG beantragen aber gerne schon vor Antragstellung wissen, wie viel BAföG Du bekommst? Dann brauchst Du einen BAföG Rechner.

meinBafög hat den ultimativen BAföG Rechner – fehlerfrei, entwickelt von Wirtschaftsjuristen und BAföG-Experten!

Wenn Du Dich bei meinBafög registriert und Deine Daten eingibst, aktualisiert der BAföG Rechner automatisch Deinen persönlichen BAföG Höchstsatz. Dabei wird Dir sogar angezeigt, wie viel Geld später als Rückzahlung auf Dich zukommt und wie viel Geld Du als Zuschuss vom Staat bekommst. Gleichzeitig füllst Du Deinen BAföG Antrag aus, den Du später einfach downloaden und ausdrucken kannst.

Du kannst alles erstmal kostenlos testen. Erst, wenn Du den Antrag komplett ausfüllen und downloaden willst, kommt ein kleiner Preis auf Dich zu.

Wie viel BAföG bekomme ich?

Mit dem ultimativen BAföG Rechner von meinBafög kannst Du jetzt schon mit Deinem Geld fürs Studium, die Schule, die Ausbildung oder das Praktikum planen. Und das, bevor das BAföG Amt Dir Deine offizielle Förderungshöhe mitgeteilt hat. Denn der neue BAföG Rechner zeigt Dir genau, wie viel Anspruch auf BAföG sich aus Deinen persönlichen Angaben ergeben.
Natürlich funktioniert der BAföG Rechner auch für AuslandsBAföG! Hier gibt es besondere Zuschüsse, z.B. für Fahrtkosten, die Auslandskrankenversicherung und einen landesspezifischen Auslandszuschlag. Diese zeigen wir Dir im BAföG Rechner für’s Ausland!
Hierfür wählst Du bei „Antragsart“ einfach „Auslands-BAföG“ an und schon verändern sich die entsprechenden Felder im Antrag.

Wichtig: Wenn sich an Deinem Einkommen im Bewilligungszeitraum noch etwas ändert, musst Du dies dem BAföG Amt mitteilen. Dadurch kann sich Deine Förderungshöhe natürlich noch ändern. Schau am besten mal in unseren Artikel über BAföG und Deinen Nebenjob, hier erklären wir Dir, wieviel Geld Du verdienen darfst, ohne dass sich Dein BAföG Satz ändert!

Welche Informationen musst Du beim BAföG Rechner angeben?

Bei meinBafög gibst Du die Daten für die Berechnung Deines persönlichen BAföG Höchstsatzes an und füllst gleichzeitig Deinen BAföG Antrag aus.

Zunächst musst Du persönliche Daten angeben, z.B. Deinen Namen, wo Du wohnst und wo Du studieren, bzw. zur Schule gehen willst. Danach machst Du Der BAföG Rechner von meinBafög ist onlineAngaben zu Deinem Einkommen im Bewilligungszeitraum. Auch über Dein Vermögen musst Du Angaben machen. Das BAföG Amt will außerdem wissen, ob Du Kinder hast, denn dadurch bekommst Du weitere Freibeträge und Zuschüsse.

Als nächstes kommt Dein Lebenslauf an die Reihe. Vor allem wenn Du elternunabhängiges BAföG beantragst sind Deine Angaben hier der Beweis für Deinen BAföG Anspruch.
Danach musst Du noch Angaben zum Einkommen Deiner Eltern machen. Hierdurch kann sich Deine Förderungshöhe natürlich noch mal verändern. Denn: wenn Deine Eltern zu viel Geld verdienen, müssen Sie Deine Ausbildung bezahlen und nicht das BAföG Amt.

Hast Du alle Angaben gemacht, siehst Du Deine Förderungshöhe im BAföG Rechner und kannst direkt Deinen fertigen Antrag downloaden! Den musst Du jetzt nur noch ausdrucken und mit den notwendigen Dokumenten (hierfür generieren wir Dir Deine persönliche Liste) an Dein zuständiges BAföG Amt schicken (das findest Du im Anschreiben).

Wichtig: Sei ehrlich bei Deinen Angaben im BAföG Rechner!

BAföG Betrug ist kein Kavaliersdelikt. Das BAföG Amt findet raus, ob Du falsche Angaben gemacht hast, denn das Amt führt einen Datenabgleich durch. Hast Du dann falsche Angaben gemacht und im Zweifel sogar schon Geld bekommen, musst Du dieses nicht nur zurückzahlen, auf Dich wartet im schlimmsten Fall ein Gerichtsverfahren und hohe Bußgelder!

Hilfe zur Unterstützung beim BAföG Rechner!

„Ich will ja nur mal schnell schauen, was ich so bekomme… Was die da jetzt genau meinen ist ja nicht so wichtig.“ Falsch! Genau diese Herangehensweise führt dich zu einem falschen Ergebnis und verleitet zu falschen Schlussfolgerungen. Wir erklären Dir in unseren Hilfetexten genau, welche Informationen von Dir benötigt werden. Es ist wichtig, dass Du diese Hilfetexte liest und richtige Angaben machst, ansonsten können wir Dir auch nicht garantieren, dass Deine im BAföG Rechner ausgerechnete Förderungshöhe die Richtige ist.

Du hast Fragen oder verstehst etwas nicht? Nutze unseren Support! Wir versuchen dort alle Deine Fragen zu klären und Dir zu helfen.

Warum die Zeit erst in einen Rechner investieren?

Ob du grundsätzlich BAföG beantragen darfst ist schnell geklärt. Warum also erst die Zeit mit einem Rechner verschwenden? Klar – vorher schon einmal zu wissen, was man bekommen wird, ist verlockend.

Genau deshalb stellst Du mit Ausfüllen des BAföG Rechners bei meinBafög auch direkt Deinen BAföG Antrag!!
Du hast somit Deinen Antrag auf BAföG ausgefüllt, bekommst eine Liste mit den notwendigen Dokumenten, die das BAföG Amt noch braucht, hast die Höhe Deiner zukünftigen BAföG-Zahlung und musst jetzt nur noch auf die Überweisung des Geldes warten!

So beantragst Du bei uns BAföG:

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