Studium finanzieren – so funktioniert es mit Deiner Studienfinanzierung

Wie finanziert man sich das Studium? Welche Möglichkeiten gibt es und wie kann ich sie beantragen? Alle Infos findest Du in diesem Artikel!

Bald geht es los – DEIN STUDIUM! Du freust Dich schon wahnsinnig darauf, Dein Studentenleben zu beginnen und richtig durchzustarten. Aber eine Sache könnte sich da noch in den Weg stellen: Die Finanzierung Deines Studiums. 

 

Diese Wege gibt es für Deine Studienfinanzierung

Schon vor dem Start Deines Studiums – egal ob Bachelor oder Master, Erst- oder Zweitstudium – solltest Du Dir Gedanken darüber machen, wo die Kohle für die Finanzierung Deines Lebensunterhalts herkommen soll.

Dabei solltest Du auf Nummer sicher gehen und am besten gleich mehrere Möglichkeiten haben, auf die Du zurückgreifst.

Die gängigsten Wege, die StudentInnen zur Studienfinanzierung nutzen sind:

 

  • BAföG
  • Studienkredite und Bildungskredite
  • Studienfonds und Bildungsfonds
  • Jobben
  • Stipendien
  • Private Kredite
  • Finanzielle Unterstützung durch die Eltern
  • Kindergeld

Im Folgenden erzählen wir Dir mehr darüber, wie Du genug Geld für Dein Studium zusammenkriegst und was Du bei den verschiedenen Möglichkeiten beachten musst.

 

Wie viel Geld brauche ich als StudentIn?

 

Wie viel kostet eigentlich ein Studium? Die Beantwortung dieser Frage ist abhängig von vielen Faktoren:

  1. Deinem Wohnort (wohnst Du bei Deinen Eltern und zahlst nur eine geringe oder keine Miete, wohnst Du in einer WG oder wohnst Du in einer Wohnung für Dich alleine?)
  2. Deinen Essgewohnheiten (Mealprep und Angebote beim Discounter kaufen oder gehst Du auch gerne mal Essen und gönnst Dir teurere Lebensmittel?)
  3. Deinem Studium an sich (Musst Du Dir viele Materialien selbst kaufen wie Bücher oder Studienmaterialien? Oder kannst Du die Bibliothek nutzen und brauchst außer einem Laptop keine Geräte?)
  4. Versicherungen (von der Krankenversicherung über die Haftpflicht zur Hausrat, all diese Versicherungen musst Du einplanen. Manche Dinge können weiter über Deine Eltern laufen, andere kannst Du mit Deinen Mitbewohnern teilen.)
  5. Auto, Fahrrad, Moped oder Bus und Bahn? Deine Fortbewegung hat einen großen Einfluss auf Deine Finanzen.
  6. Reisen oder Balkonien? Reisen ist leider oft teuer, auch wenn Du z.B. als RucksacktouristIn jede Menge Geld sparen kannst im Vergleich zu All-Inclusive-Reisen. Aber die Studentenzeit ist auch eine perfekte Zeit zum Reisen, schließlich bist Du meist noch völlig frei und flexibel.
  7. München oder Leipzig? Innenstadt oder im Vorort? In manchen Städten ist das Studieren sowohl von der Miete als auch den weiteren Lebenshaltungskosten (Essen etc.) einfach teurer als in anderen.

Insgesamt musst Du Dir selbst überlegen, wie viel Geld Du brauchst. Sei bei Deiner Rechnung nicht zu kniestig – meistens gibt es dann doch noch Überraschungen, die ein kleines Loch in den Geldbeutel reißen.

 

Weg 1 zur Studienfinanzierung: BAföG beziehen

Sowohl als StudentIn, als auch als SchülerIn hast Du die Möglichkeit, über BAföG gefördert zu werden. BAföG ist eine staatliche Förderung, die Du nur zur Hälfte zurückzahlen musst (kannst Du später alles auf einen Schlag zurückzahlen, dann bekommst Du sogar noch mehr erlassen).

BAföG ist also grundsätzlich ziemlich praktisch und auch gar nicht so wenig, der Höchstsatz liegt nämlich bei 861€ 🙂

Allerdings gibt es einige Voraussetzungen, die Du für den Bezug von BAföG erfüllen musst.

 

Vor dem Antrag auf BAföG solltest Du also Deinen Anspruch prüfen.

Wenn Du den Anspruch auf BAföG hast, dann kannst Du Deinen Antrag stellen. Dafür braucht das BAföG-Amt einige Informationen von Dir, zu Dir selbst, Deinen Lebensumständen, dem Einkommen Deiner Eltern und Deinem Vermögen.

Den ausgefüllten Antrag schickst Du dann an Dein zuständiges BAföG-Amt und dann heißt es: Warten auf die Bestätigung!

Ganz einfach kannst Du Deinen Antrag auf BAföG übrigens über unser Tool stellen. Das ist ganz intuitiv und Du sparst Dir das Amtsdeutsch und die vielen Formblätter.

 

Antrag auf BAföG stellen in 30 Minuten

Jetzt innerhalb von 30 Minuten Deinen BAföG-Antrag online erstellen und bis zu 861€ sichern! Ganz ohne Amtsdeutsch und Papierkram.

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Geld leihen – Studienkredite oder Bildungskredite zur Finanzierung des Studiums

Ein Weg, den viele Studenten einschlagen, und der gar nicht so ungewöhnlich ist, ist die Inanspruchnahme eines Kredits. Das Prozedere ist relativ einfach: Du musst Dir zunächst überlegen, wie viel Geld Du brauchst, also wie viel Dein Studium kosten wird. Dann nimmst Du einen Kredit bei einer Bank über diesen Betrag. Nach Deinem Studium musst Du das Geld dann in Raten zurückzahlen.

Viele Studenten mögen den Gedanken nicht, sich während des Studiums zu verschulden und haben Angst davor, dass sie den Kredit später nicht tilgen können, z.B. weil sie keinen Job finden.

Deshalb ist es sinnvoll, eine Bank zu suchen, bei der Du flexibel in der Rückzahlung bist. Wir können Dir für einen Studienkredit die Kfw mit dem Kfw-Studienkredit empfehlen.

Hier findest Du mehr Infos zum Kfw-Studienkredit.

 

Studienfonds und Bildungsfonds – unterschätzte Finanzierungs-Möglichkeiten

Fonds kannst Du Dir wie einen Topf vorstellen, der durch Beiträge oder Spenden mit Geld gefüllt wird. Mit dem Geld in diesem Topf wird gearbeitet, wodurch die Menge des Geldes auch mal mehr oder weniger sein kann.

Zur Finanzierung des Studiums sind Fonds eine tolle Möglichkeit, da sie zudem einen sozialen Charakter haben.

Wir empfehlen Dir den Studienfonds von Deutsche Bildung. 

 

meinBafög und Deutsche Bildung
meinBafög und Deutsche Bildung

Dieser ist nachhaltig, solidarisch und bildet einen langfristigen Kreislauf. Das bedeutet, dass die Deutsche Bildung Geld von Investoren akquiriert, welches dann im Studienfonds arbeiten kann, indem es in Studenten investiert wird. Wenn diese Studenten dann ihr Darlehen zurückzahlen, kommt dieses Geld wieder in den Kreislauf und fließt von da in die nächste Generation an Studenten.

Das Tolle am Studienfonds der Deutsche Bildung? Du startest ohne Schulden in Dein Berufsleben nach dem Studium! Denn Du zahlst anteilig von Deinem späteren Einkommen zurück und hast zudem die Möglichkeit, Frei-Monate zu nutzen. Dadurch kannst Du ganz entspannt in Deinen Job starten und hast keine lästigen, großen Rückzahlungsforderungen im Nacken.

Weitere Infos und die kostenlose Registrierung findest Du hier auf der Seite der Deutschen Bildung!

 

Mit allem kombinierbar: Jobben während des Studiums

Jobben gehört bei den meisten StudentInnen zum Studium dazu so wie die Vorlesungen.

Dabei gibt es richtig viele Möglichkeiten für Dich:

 

  • Selbstständig arbeiten
  • Ein 450€-Job
  • Arbeiten als Werkstudent
  • Übungsleitertätigkeiten

Alle Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Bis zu einem gewissen Grad sind aber alle steuerfrei und haben keinen Einfluss auf weitere Förderungen, die Du nutzt.

 

Selbstständig arbeiten als StudentIn

Ob Du ein Kleingewerbe anmeldest oder als Freelancer tätig wirst: Der Vorteil einer frühen Selbstständigkeit ist, dass Du für mehrere Arbeitgeber tätig sein kannst. Vor allem StudentInnen aus Design- und Kreativ-Bereichen nutzen gerne diese Form des Arbeitens.

Dabei schreibst Du Rechnungen, kannst die Kosten Deiner Arbeitsmaterialien bei der Steuer geltend machen und kannst selbstbestimmt – meist sogar zu Arbeitszeiten, die Du festlegst – arbeiten. Allerdings musst Du Dich dann auch um die komplette Bürokratie kümmern, eine Steuererklärung machen und musst Dein Zeitmanagement komplett selbst übernehmen.

 

450€-Job während des Studiums

Ein 450€-Job, oder auch Minijob genannt, ist praktisch und einfach. Die Anmeldung geht schnell und auch die Abrechnung ist einfach – Du bekommst das Geld am Ende des Monats überwiesen oder in bar ausgezahlt. Minijobs sind beliebt in der Gastronomie (wenn Du z.B. in der Küche oder im Service arbeitest), im Einzelhandel (im Supermarkt und auch im Klamottenladen), oder bei Bürotätigkeiten.

450€-Jobs sind übrigens steuerfrei.

 

Arbeiten als Werkstudent

Wenn Dich Dein Unternehmen mehr braucht als es mit einem Minijob abzudecken wäre, dann ist die Anstellung als Werkstudent eine gute Idee. In diesem Fall darfst Du bis zu gewissen Grenzen mehr arbeiten (auch in Deinen Semesterferien) und somit auch mehr verdienen.

 

Übungsleitertätigkeiten

Wenn Du ausbildest, dozierst, erziehst, pflegst oder betreust, dann kannst Du die Übungsleiterpauschale nutzen, um Dir Geld dazu zu verdienen.

Die meisten StudentInnen nutzen diese Pauschale, wenn sie z.B. in einem Verein unterrichten und Kindergruppen betreuen und wenn sie bei gewissen Institutionen (nicht gewinnorientiert) Nachhilfe geben.

Übungsleitertätigkeiten sind bis zu 2.400€ im Jahr steuerfrei.

 

Ein Stipendium für Deine Studienfinanzierung

Ein Stipendium zur Finanzierung des Studiums ist besonders praktisch, denn Du brauchst das Geld nicht zurückzahlen. Meistens bekommst Du zu dem Geld für Dein Studium auch noch weitere Vorteile, wie Kontakte zu Sponsoren und anderen Stipendiaten, Förderungen aus Deinem Studienbereich und mehr.
Allerdings ist es recht schwierig, ein Stipendium zu bekommen. Du musst dafür herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen erbringen.

 

Private Kredite zur Finanzierung des Studiums

Eine weitere Möglichkeit, Dein Studium zu finanzieren, ist ein privater Kredit. Das bedeutet, dass Du Dir Geld von Privatleuten statt einer Bank leihst. Das können Deine Eltern, Großeltern, Geschwister oder ein anderer Teil der Familie sein, aber auch Bekannte und Freunde.

Wir empfehlen Dir, bei einem Privatkredit IMMER einen Vertrag zu machen, auch wenn es sich bei dem Kreditgeber um Deine Mama handelt.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Privatkredite von fremden Menschen zu nehmen. Das ist z.B. über Plattformen wie auxmoney möglich – das Geld kommt von privaten Anlegern. Diesen erzählst Du Deine Geschichte in einem Aufruf – und dann können diese entscheiden, ob sie in Dich investieren und Dir das Geld leihen.

 

Geld von den Eltern – finanzielle Unterstützung für Dein Studium

Viele StudentInnen könnten gar nicht studieren, wenn sie nicht ihre Eltern hätten. Diese können Dich sowohl finanziell durch Zuschüsse unterstützen, aber manchmal hilft es auch, wenn Mama mal für eine Woche vorkocht oder Dir die Wäsche macht. Das hat nichts mit Unselbstständigkeit zu tun, sondern ist völlig in Ordnung.

Deine Eltern sind zudem verpflichtet, Dich finanziell zu unterstützen (wenn dies monetär möglich ist). Denn Verwandte in grader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. Das bedeutet für Dich umgekehrt auch, dass Du Deine Eltern unterstützen musst, wenn diese kein Geld haben, Du aber genug verdienst, um ihnen Zuschüsse zu gewähren.

Wichtig für diese Verpflichtung ist (wie beim BAföG übrigens auch), dass Du die Regelstudienzeit einhältst und zielgerichtet studierst. Für die Bestimmung der Höhe des Unterhaltes gibt es übrigens die Düsseldorfer Tabelle.

 

Kindergeld als Zuschuss zum Studium

Bis zu Deinem 25. Lebensjahr bekommen Deine Eltern vom Staat Kindergeld, solange Du Dich in einer Ausbildung befindest, also z.B. studierst.

Zurzeit liegt der Kindergeldsatz bei 219€ für das erste Kind. In vielen Familien gibt es die Regelung, dass die Eltern das Kindergeld erhalten, dafür die Studenten aber zuhause mietfrei wohnen können. Vielleicht ist das auch eine Idee für Dich?!

 

Die Finanzierung eines Auslandssemesters

Das Studium ist die perfekte Zeit, um im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Du kannst eine neue Kultur kennenlernen, ein neues Land bereisen, dort lernen, Menschen kennenlernen und Erfahrungen machen, von denen Du Dein ganzes Leben lang zehren wirst.

Allerdings ist ein Auslandssemester auch mit Kosten verbunden: Neben Flügen, Unterkunft und Essen musst Du oft auch noch Studiengebühren zahlen.

Zur Finanzierung eines Auslandssemesters können wir Dir AuslandsBAföG in Kombination mit einer Erasmus-Förderung empfehlen!

Bafög und Studienfinanzierung in der Steuererklärung

Eine super Info: Einige Deiner Studienkosten kannst Du von der Steuer absetzen! Das verringert Deine Steuerlast, sogar in den Jahren nach Deinem Studium. Wir erklären Dir, wie das funktioniert: 

Steuerliche Besonderheiten beim BAföG

Als Student kannst du viele deiner ausbildungsbezogenen Kosten steuerlich geltend machen. Dazu zählt das BAföG leider nicht. Der Grund hierfür ist, dass es sich dabei um eine steuerfreie Ausbildungsbeihilfe handelt. BAföG ist kein Einkommen und soll dich lediglich bei deinem Lebensunterhalt finanziell unterstützen. Das BAföG in der Steuererklärung angegeben ist deshalb für Studenten nicht notwendig. Das gilt auch in Verbindung mit einem Nebenjob. Die Einnahmen aus deinem Studentenjob solltest du aber in deiner Steuererklärung angeben, um Steuern zu sparen. Verdienst du weniger als den Grundfreibetrag, bekommst du deine gezahlten Steuern nämlich wieder zurückerstattet. Einen Teil des BAföG ist ein zinsloser Kredit, den du später wieder zurückzahlen musst. Diese Rückzahlung ist laut Bundesfinanzhof ebenfalls nicht steuermindernd absetzbar.

Muss ich meine Studienfinanzierung versteuern?

Generell ist eine finanzielle Förderung in Form eines Stipendiums steuerlich nicht relevant. Ähnlich wie beim BAföG definiert es das Einkommenssteuergesetz als zweckgebundene Förderung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Ausbildung. Entscheidend ist dabei, dass der Betrag für die Deckung des Lebensunterhaltes oder der Ausbildungskosten eingesetzt wird. Die Auszahlung darf diese Kosten nicht überschreiten, da sonst keine Zweckgebundenheit mehr vorhanden wäre. Stipendien schließen außerdem eine Gegenleistung seitens des Studenten automatisch aus. Wenn du dich entschließt einen Studienkredit aufzunehmen, kannst du die im selben Jahr anfallenden Zinsen in deiner Steuererklärung angeben. Möchtest du einen Verlustvortrag geltend machen, so musst du auch dein Stipendium angeben. In diesem Fall werden deine Ausgaben (Werbungskosten) mit dem Stipendium verrechnet. Dein Verlustvortrag wird dadurch zwar geschmälert, ist aber trotzdem noch möglich.

Sonderfall: Verlustvortrag

Als Student kann es sich auch lohnen eine Steuererklärung zu machen, wenn du im vergangenen Jahr gar nichts verdient hast. Da du kein Einkommen hattest, musstest du weder Lohnsteuern, Solidaritätszuschläge noch Kirchensteuern abführen, wofür also eine Steuererklärung machen? Befindest du dich im Zweitstudium, kannst du deine Ausgaben rund ums Studium als berufsbedingte Kosten geltend machen. Ein solches Zweitstudium ist beispielsweise ein Master- oder ein Bachelorstudium, wenn du davor eine fachbezogene Ausbildung gemacht hast. Das bedeutet, du kannst deine Fahrten zur Universität oder Bibliothek aber auch deine Semesterbeiträge in deiner Steuererklärung angeben. Selbst dein Laptop lässt sich steuerlich absetzen und mindert dadurch dein zu versteuerndes Einkommen. Weitere Informationen rund um das Thema Verlustvortrag findest du im Steuerbeispiel Verlustvortrag Student unserer Partnerseite Steuerstudies. Dort findest du kostenlose Tipps zum Thema Steuererklärung und verschiedene Anleitung, wie du deine eigene Steuererklärung im Studium ausfüllst.

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